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| 08:45 Uhr

Eishockey
Füchse laufen der Konkurrenz hinterher

Füchse-Stürmer Anders Eriksson (l.) und Frederik Cabana haben den Puck im Visier.
Füchse-Stürmer Anders Eriksson (l.) und Frederik Cabana haben den Puck im Visier. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Trotz guter Leistungen gegen die beiden Topteams der DEL2 laufen die Lausitzer Füchse der Konkurrenz weiter hinterher. Das neue Jahr beginnt mit zwei ganz wichtigen Heimspielen im Kampf um die Pre-Playoffs. Von Frank Noack

Der Kampf der Lausitzer Füchse um den Einzug in die Pre-Playoffs in der DEL2 gleicht in diesen Tagen fatal dem Wettlauf Hase gegen Igel. Immer wenn die Füchse einen vermeintlichen Big Point auf das Eis zimmern, ist die Konkurrenz schon zur Stelle, fährt die Stacheln aus und hält dagegen. Kurz vor dem Jahresende überraschte Weißwasser mit einem 5:4-Auswärtssieg nach Verlängerung bei Meister Löwen Frankfurt und lieferte zwei Tage später auch bei der 2:4-Heimniederlage gegen Tabellenführer Bietigheim Steelers über weite Strecke eine engagierte Leistung ab – trotzdem ist der Abstand auf die Pre-Playoff-Plätze von sechs auf acht Punkte angewachsen.

Die Füchse liegen derzeit auf Rang zwölf und starten mit zwei ganz wichtigen Heimspielen ins neue Jahr. Am Mittwoch geht es gegen den EC Bad Nauheim, am Freitag gegen die Heilbronner Falken (Beginn jeweils um 19.30 Uhr) - also unmittelbarer Mitkonkurrenten im Kampf um die Pre-Playoffs. „Wir nehmen es, wie es ist und werden weiter hart arbeiten. Wir können unser Ziel nach wie vor erreichen“, betont Trainer Robert Hoffmann mit Blick auf den Hase-und Igel-Wettlauf in der Tabelle. Und dieses Ziel heißt vorzeitiger Klassenerhalt.

Dabei könnten es die Füchse durchaus einfacher haben, wenn sie vor dem gegnerischen Tor etwas schlauer agieren würden. Nämlich so, wie es der Tabellenführer Bietigheim am Samstag vor 2911 Zuschauern vorgemacht hat. Die Gäste gerieten zwar im ersten Drittel mächtig unter Druck, konnten sich in dieser Phase aber auf ihren Torhüter Sinisa Martinovic verlassen. Und im zweiten Drittel schlug der Favorit dann eiskalt zu, als die Füchse in Person von Keeper Maximilian Franzreb patzten.

„Im ersten Drittel hätten wir vielleicht zwei Tore machen können. Aber da fehlt uns noch die Kaltschnäuzigkeit. Ich weiß, das klingt langweilig – es ist aber so. Insgesamt haben wir einem Topteam einen großen Kampf geliefert“, bilanzierte Füchse-Trainer Robert Hoffmann. Und der Bietigheimer Coach Kevin Gaudet meinte: „Weißwasser war im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Wir hatten zum Glück mit Sinisa Martinovic einen sehr guten Torhüter. Ab dem zweiten Drittel sind wir besser ins Spiel gekommen. Aber es war ein Kampf von Anfang bis Ende.“

Und Gaudet lobte auch noch ausdrücklich die Arbeit von Hoffmann. „Seit er im Amt ist, spielen die Füchse wirklich besser.“ Das Problem aber ist: Diese Leistungssteigerung in den vergangenen Wochen schlägt sich nicht in der Tabelle wieder. Im Gegenteil! Die Füchse kommen einfach nicht über die Rolle des Hasen hinaus – die Konkurrenz ist immer schon einen Sieg voraus. 21 Spiele haben Hoffmann und sein Team im neuen Jahr noch Zeit, um die acht Punkte bis zu den Pre-Playoff-Plätzen aufzuholen. Die ersten beiden Partien gegen Bad Nauheim und Heilbronn tragen dabei bereits wegweisenden Charakter.

Also: Jetzt gilt es, die Stacheln auszufahren! Vor dem gegnerischen Tor und auch sonst.