| 16:22 Uhr

Eishockey
Füchse kritisieren Ex-Trainer Järvenpää: „Nicht fein“

Füchse-Chef Dirk Rohrbach (l.) und Ex-Trainer Hannu Järvenpää.
Füchse-Chef Dirk Rohrbach (l.) und Ex-Trainer Hannu Järvenpää. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Der in Weißwasser zurückgetretene Trainer Hannu Järvenpää hat schon einen neuen Job gefunden und überrascht die Lausitzer Füchse ein zweites Mal. Hat er nicht mit offenen Karten gespielt? Von Frank Noack

Das ging aber schnell! Nur einen Tag nach seinem freiwilligen Abschied bei den Lausitzer Füchsen hat Trainer Hannu Järvenpää schon einen neuen Job. Der 54-jährige Finne kehrt nach Ungarn zurück und ist mit sofortiger Wirkung wieder Trainer bei Alba Volán Székesfehérvár.

Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach sagte auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Hannu hat mich am Freitagmorgen informiert. Trotzdem hat es natürlich einen Beigeschmack. Ich weiß nicht, ob er hier bei uns mit offenen Karten gespielt hat. Die feine Art ist es jedenfalls nicht.“

Mit seinem freiwilligen Rücktritt beim Tabellenvorletzten der DEL2 in Weißwasser hatte Järvenpää sowohl Vereinsführung als auch Mannschaft überrascht. Am Mittwoch verkündete er seine Entscheidung im kleinen Kreis – ebenfalls am Mittwoch trennte sich Székesfehérvár von Trainer Benoit Laporte. Am Donnerstag hatten die Füchse den freiwilligen Rücktritt ihres Trainer kommuniziert.

„Es ist eine Ehre für mich, nach Székesfehérvár zurückzukehren. Beim letzten Mal habe ich vier Monate hier verbracht und den Job genossen“, wird Järvenpää auf der Internetseite des ungarischen Clubs zitiert. Alba Volán Székesfehérvár spielt in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) in Österreich.

Der Finne war als Füchse-Trainer zurückgetreten, weil er nach eigenem Bekunden keine Möglichkeit mehr sah, die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen. „Die einzige Möglichkeit, um die Köpfe frei zu bekommen, ist ein kompletter Neustart mit einem neuen Coach“, erklärte er.

Bereits in der Saison 15/16 hatte Järvenpää ab Januar in Székesfehérvár gearbeitet, ehe er nach Weißwasser wechselte und die Füchse in das Playoff-Viertelfinale führte. Interessant ist im Nachhinein auch dieses Detail: Székesfehérvár teilte im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Trennung von Benoit Laporte ebenfalls mit, dass man mit dem neuen Cheftrainer bereits in „fortgeschrittenen Verhandlungen“ stehe. Inzwischen ist klar, dass es sich um die Gespräche mit Hannu Järvenpää handelte.