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| 22:17 Uhr

Eishockey
Füchse kassieren Heimpleite gegen Kassel

Anders Eriksson (l.) erzielte den 1:1-Ausgleich für die Füchse.
Anders Eriksson (l.) erzielte den 1:1-Ausgleich für die Füchse. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser kann keinen Boden im Kampf um die Pre-Playoffs gutmachen. Sebastian Elwing gibt den Posten als Co-Trainer auf. Von Frank Noack

Das war kein guter Abend für die Lausitzer Füchse. Weißwasser verlor am Freitag das Heimspiel gegen die zuletzt schwächelnden Kassel Huskies mit 3:4 und konnte keinen weiteren Boden im Kampf um die Pre-Playoffs in der DEL2 gutmachen. Außerdem müssen die Füchse den Rückzug von Sebastian Elwing als Co-Trainer verkraften. An diesem Sonntag geht es mit dem Derby bei den ­Eispiraten Crimmitschau (Beginn um 17 Uhr) weiter.

Nach fünf Siegen aus den zurückliegenden sechs Spielen gingen die Gastgeber am Freitagabend vor 2112 Zuschauern mit viel Selbstvertrauen in dieses Heimspiel. Kassel kam zwar als Tabellenfünfter nach Weißwasser, hatte aber drei Niederlagen in Folge kassiert. Nach einer schwungvollen Startphase ­gerieten die Füchse trotzdem durch den ­Treffer von Evan McGrath in der 6. Minute in Rückstand. Top­scorer Anders Eriksson erzielte kurz danach in Überzahl den 1:1-Ausgleich (8.). Neuzugang Marc Kohl aus Bad Nauheim stand erstmals im Füchse-Kader. Auch der wieder ­genesene Roberto Geisler meldete sich gegen Kassel zurück.

Im zweiten Drittel entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Michael Christ traf zur erneuten Führung für die Gäste (25.). Die Füchse erspielten sich zwar Torchancen, waren aber nicht so zwingend wie jüngst beim 7:2-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren. Nach einem schwachen Überzahl-Spiel der Gastgeber erhöhten Tyler Gron (37.) und Mike Little (39.) sogar auf 4:1 für Kassel. In dieser Phase lief bei Weißwasser nicht viel zusammen.

Im letzten Drittel machten es die Füchse wieder spannend. Denn Roope Ranta (48.) und Maximilian Adam (49.) verkürzten auf 3:4. Doch der Endspurt kam zu spät. Trotz des Dauerdrucks in den letzten ­Minuten scheiterten die Gastgeber immer wieder am ­starken ­Markus Keller im Tor der Huskies.

Gegen Kassel mussten die Füchse hinter der Bande erstmals ohne Sebastian Elwing auskommen, der am Samstagmorgen für zwei Wochen zum Trainingscamp in die USA düst, um sich bei den Los Angeles Kings weiterzubilden. Für den Posten als Co-Trainer in Weißwasser steht er auch nach seiner Rückkehr nicht mehr zur Verfügung, ­sagte der 37-Jährige der RUNDSCHAU. Elwing will sich stattdessen wieder auf seinen Job als Torwart-Trainer der Eisbären Berlin und der Füchse konzentrieren: „Das Training mit den Torhütern beider Clubs erfordert meine ganze Aufmerksamkeit. Trotzdem habe ich den Füchsen übergangsweise als Co-Trainer gern geholfen und mich mit ‚Hoffi‘ sehr gut verstanden.“ Die Füchse setzen zunächst auf eine weitere Übergangslösung. Seit Ende Dezember ist der finnische Trainer-Student Jonne Saariko im Fuchsbau und unterstützt Chefcoach Robert Hoffmann sowohl im Training auf dem Eis als auch bei den Spielen von der Tribüne aus. „Vielleicht gibt es noch eine andere Lösung“, sagte Geschäftsführer Rohrbach am Freitag auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Rico Rossi (Kassel): „Siege sind nie leicht zu bekommen. Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg. Im zweiten Drittel haben wir mit einfachem Eishockey die Spielkontrolle übernommen. Im letzten Drittel sind wir noch einmal unter Druck geraten. Trotzdem haben wir den Kopf oben behalten.“

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Unglückliche Niederlage? Das würde ich nicht sagen. Im zweiten Drittel war es insgesamt zu wenig. Wir waren immer einen Schritt zu spät. Im letzten Drittel haben wir Charakter gezeigt und hatten endlich mehr Schüsse aufs Tor. Meine Jungs haben gekämpft bis zum letzten Schluss – das ist das Positive.“

Lausitzer Füchse – Kassel Huskies 3:4 (1:1, 0:3, 2:0)
Tore: 0:1 McGrath (6.), 1:1 Eriksson (8.), 1:2 Christ (25.), 1:3 Gron (37.), 1:4 Little (39.), 2:4 Ranta (48.), 3:4 Adam (49.); Schiedsrichter: Hatz/Vogl; Zuschauer: 2112; Strafminuten: 10/6.

Torwart-Coach Sebastian Elwing
Torwart-Coach Sebastian Elwing FOTO: Thomas Heide