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Füchse kassieren blaues Auge - wollen aber weiterkämpfen

Sean Fischer (11, Lausitzer Fuechse)
Sean Fischer (11, Lausitzer Fuechse) FOTO: Thomas Heide (Thomas Heide)
Weißwasser. Die mögliche Vorentscheidung in der Viertelfinal-Serie zwischen den Lausitzer Füchsen und Kassel fiel deutlich aus. Mit 5:1 setzte sich der amtierende DEL2-Champion am Dienstagabend in Weißwasser durch und war dabei nicht nur das überlegene Team, sondern zog in dieser Playoff-Serie auf 3:1 davon. Frank Noack

Der Favorit benötigt jetzt also nur noch einen Sieg, um wie erwartet ins Halbfinale einzuziehen. Spiel Nummer fünf findet am Freitag um 19.30 Uhr in Kassel statt.

"Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. In so einer Situation kannst du wegrennen. Aber wir werden weitermachen und kämpfen", verspricht Trainer Hannu Järvenpää mit Blick auf die schwierige Aufgabe in Kassel.

Die aktuelle Lage der Füchse symbolisierte am Dienstagabend im eventuell letzten Heimspiel in dieser Saison das linke Auge von Sean Fischer: Der Stürmer hatte sich in den Schlachten der zurück liegenden Tage gegen den Meister ein respektables Veilchen eingefangen - Zeugnis des harten Kampfes auf dem Eis. Spiel eins ging mit umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen an die Huskies, das zweite Spiel gewann Weißwasser dann auf heimischem Eis mit 2:1. In Spiel drei und vier gab es aber deutlich Niederlagen: 1:6 in Kassel und nun also 1:5.

Allerdings lieferte der Meister am Dienstagabend die wahrscheinlich beste Saisonleistung in den bisherigen acht Duellen gegen Weißwasser ab. Zum ersten Mal überhaupt erzielte Kassel im ersten Drittel einen Treffer gegen die Füchse. Genauer gesagt waren es sogar drei Tore. Denn nach 17 Minuten war die Partie praktisch entschieden. Die Füchse wirkten müde, Kassel dagegen sprühte nur so vor Spielfreude. "Wir haben ein wirklich gutes erstes Drittel erwischt. Das war sehr wichtig für uns", meint Gäste-Coach Rico Rossi. Auch bei den sogenannten Special Teams, also Über- oder Unterzahl, waren die Huskies bärenstark. Fünf der insgesamt sechs Treffer fielen durch Special Teams.

Für die Füchse heißt es jetzt, das blaue Auge zu kühlen und den Rücken nochmal zu straffen. Vielleicht lässt sich dann die scheinbar unüberwindliche Wand in Kassel doch noch irgendwie ins Wanken bringen.