| 23:28 Uhr

Eishockey
Füchse kassieren Ausgleich im "Tigerkäfig"

Maximilian Franzreb (l.) war ein überragender Rückhalt, auch er aber konnte die 1:2-Niederlage der Füchse in Bayreuth nicht verhindern.
Maximilian Franzreb (l.) war ein überragender Rückhalt, auch er aber konnte die 1:2-Niederlage der Füchse in Bayreuth nicht verhindern. FOTO: Thomas Heide
Bayreuth. Die Lausitzer Füchse verlieren Spiel Nummer zwei in der Playdown-Serie der DEL2 gegen Bayreuth. Das entscheidende Tor fällt dabei erst in der Overtime – und die Serie geht wieder bei Null los. Von Steven Wiesner

Die Lausitzer Füchse haben das zweite Playdown-Spiel in der 2. Deutschen Eishockey-Liga (DEL2) am Freitagabend bei den Bayreuth Tigers mit 1:2 verloren. Das Tor, das die Jungs aus Weißwasser besiegte, fiel dabei erst spät in der Verlängerung. Anthony Luciani sollte an diesem Tag das letzte Wort haben mit seinem „Sudden Death“ nach 69 Minuten.

„Es wird noch härter“, hatte Füchse-Trainer Robert Hoffmann nach dem umkämpften und intensiven Serienauftakt am Dienstag gesagt. Wie viel härter, bekam Feodor Boiarchinov gleich nach 30 Sekunden zu spüren. Nach einem harten Check musste der Weißwasseraner leicht benommen in die Katakomben gebracht werden und konnte auch nicht mehr aufs Eis zurückkehren. Und es ging hart weiter. Ein hoher Stock von Thomas Götz bedingte nach fünf Minuten die erste größere Zusammenkunft an der Mittellinie, bei der ein paar Telefonnummern und weitere Nettigkeiten ausgetauscht wurden.

Es ist halt die Zeit der Entscheidungsspiele, ganz gleich ob Playoffs oder Playdowns. In diesem Stadium der Saison verändert sich das Spiel vielleicht noch nicht zu einer anderen Sportart, aber bestimmt zu einer anderen Disziplin. Nicht umsonst können Mannschaften, die in der Hauptrunde 20 Punkte weniger geholt haben, so manchen Favoriten aus der K.o.-Runde boxen. Es gibt dann keine Spiele mehr, die irgendwie abgeschenkt werden, keine Checks, die nicht zu Ende gefahren werden, und auch keine Prügeleien auf dem Eis, die wohlweislich umfahren werden.

Unterstützt von etwa 300 mitgereisten Fans fanden die Füchse aber schnell Zugang zum ersten Auswärtsspiel dieser Abstiegsrunde im „Tigerkäfig“ von Bayreuth. Zwar mussten sie zunächst zwei Unterzahlsituationen überstehen, bei denen sie sich auf Goalie Maximilian Franzreb verlassen konnten. In Summe waren sie aber das auffälligere Team im ersten Drittel und hatten auch die besseren Abschlüsse.

Das änderte sich im Mittelabschnitt, als alle drei Minuten ein Puck in der Fanghand von Franzreb landete. Den ersten Stich aber landeten dann doch die Füchse. Chris Owens traf kurz vor der zweiten Sirene im Powerplay (38.). Das erste Tor für den Kanadier in dieser Playdown-Serie. Allzu lange hatte der Vorsprung aber nicht Bestand. Wie schon in Spiel eins ließen sich die Bayern nie so richtig abschütteln und meldeten sich bald zurück, diesmal durch Michal Bartosch (46.).

Weil Franzreb Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit noch zwei Glanztaten zeigte, gab es Nachschlag. Jeff Hayes hätte der Serie eine Richtung geben können, traf aber nur den Pfosten. Auf der Gegenseite hatte Luciani mehr Glück. „Für optische Überlegenheit kannst du dir am Ende nichts kaufen“, haderte Hoffmann nach der Partie. „Es hat ein bisschen was gefehlt.“ Das heißt, es gibt Minimum noch drei Spiele in dieser Serie. Das nächste wird an diesem Sonntag (17 Uhr) im Fuchsbau angepfiffen.