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Füchse kämpfen sich im Derby aus der Mini-Krise

Für die Füchse ist es der erste Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Serie.
Für die Füchse ist es der erste Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Serie. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse haben mit dem 5:3 gegen Crimmitschau ihre Mini-Krise beendet. Der erste Dreier nach zuletzt drei Niederlagen war zwar ein Arbeitssieg, festigt aber den Playoff-Kurs der Füchse. Weißwasser liegt in der Tabelle auf Platz fünf. Frank Noack

In den Siegerjubel nach der Schlusssirene mischte sich auch eine große Portion Erleichterung. Die Lausitzer Füchse haben mit dem 5:3 gegen Crimmitschau in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der Weg bei diesem Arbeitssieg im Duell mit dem Schlusslicht der DEL2 war zwar ein wenig holprig, aber der Erfolg trotzdem verdient. Vor 2501 Zuschauern zeigten die Füchse vor allem im ersten Drittel, wozu sie mit der nötigen Konzentration in der Lage sind: Gegen dieses Tempo-Eishockey waren die mittlerweile seit zehn Spielen auf dem letzten Platz stehenden Eispiraten machtlos.

Mit dem 1:4 bei Tabellenführer Bietigheim Steelers hatten die Füchse am Freitagabend die dritte Niederlage in Serie kassiert - ein Novum in der laufenden Saison. Entsprechend nervös starteten sie in dieses Heimspiel. Im Tor stand diesmal Konstantin Kessler, da Maximilian Franzreb kurzfristig zum Kooperationspartner Eis bären Berlin zurückbeordert wurde. Grund: Stammkeeper Petri Vehanen ist verletzt. Beim Auswärtsspiel der Eisbären am Sonntagabend in Nürnberg stand Franzreb im Kasten.

In Weißwasser war Torhüter Kessler in der 6. Minute das erste Mal geschlagen. Mark Lee nutzte die Nachlässigkeiten in der Füchse-Abwehr zur 1:0-Führung.

Weißwasser benötigte offenbar diesen kleinen Weckruf. Denn die Gastgeber kamen jetzt besser auf Touren. Jakub Svoboda hämmerte in der 9. Minute den Puck zum 1:1-Ausgleich in den Winkel. Vor allem die Topreihe spielte Crimmitschau mit ihrer hohen Geschwindigkeit jetzt immer wieder schwindelig. Einen dieser schnell vorgetragenen Angriffe nutzte Jeff Hayes zum 2:1 (14.). Hayes tauchte allein vor Gäste-Keeper Ryan Nie auf, tanzte den Goalie aus und schlenzte den Puck ins Netz. Kurz danach erhöhte Patrik Parkkonen auf 3:1 (16.).

Diesen Schwung konnten die Füchse aber nicht mit ins zweite Drittel nehmen. Das Niveau verflachte jetzt deutlich. Immerhin gelang Jens Heyer das 4:1 (38.) und damit die Vorentscheidung.

"Wir sind natürlich glücklich über die drei Punkte. Von der Qualität her war es sicher nicht unser bestes Eishockeyspiel. Aber wir haben zumindest in der Defensive so gearbeitet, dass wir wenig zugelassen haben", analysiert Co-Trainer Robert Hoffmann.

Am Freitagabend standen die Füchse im Auswärtsspiel bei Tabellenführer Bietigheim kurz vor der Überraschung. 50 Minuten lagen die Gäste dank des frühen Tores von Parkkonen 1:0 vorn. Der Verteidiger hatte schon nach 20 Sekunden getroffen. Doch im letzten Drittel musste Weißwasser noch sage und schreibe vier Treffer des Favoriten hinnehmen - darunter ein Doppelschlag in der 50. und 51. Minute.

Das Fazit von Trainer Hannu Järvenpää nach dem Spiel in Bietigheim: "Ich war 50 Minuten mit meinem Team sehr zufrieden. Was danach kam, passiert eben. Umsonst steht diese heimstarke Mannschaft nicht auf dem ersten Tabellenplatz."