ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:02 Uhr

Eishockey
Füchse kämpfen um letzte Chance

Ryan Warttig (r.) und die Füchse brauchen einen Heimsieg gegen Bad Tölz.
Ryan Warttig (r.) und die Füchse brauchen einen Heimsieg gegen Bad Tölz. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse brauchen unbedingt einen Heimsieg am Sonntag gegen Schlusslicht Bad Tölz, um die kleine Pre-Playoff-Chance zu wahren. Aber sie müssen auch ein Debakel wegstecken. Und erneut auf ihren Kapitän verzichten. Von Frank Noack

Ein Heimsieg ist Pflicht, wenn die Lausitzer Füchse am Sonntag auf Schlusslicht Tölzer Löwen treffen (Beginn um 17 Uhr). Acht Punkte Rückstand beträgt der Rückstand auf den so wichtigen Pre-Playoff-Rang zehn, der den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet. Und die Füchse haben nur noch fünf Spieltage Zeit, um diesen beträchtlichen Rückstand aufzuholen! Dann ist die Hauptrunde der DEL2 beendet.

Die aktuelle Situation in der Tabelle: 8. Heilbronn (66 Punkte), 9. Crimmitschau (65), 10. Weißwasser (58). An diesem Sonntag haben die Füchse mit Schlusslicht Bad Tölz den vermeintlich leichtesten Gegner. Crimmitschau tritt beim Tabellenvierten Kassel an, Heilbronn erwartet den Siebten Ravensburg.

Allerdings müssen die Füchse auch diesmal wieder auf Kapitän André Mücke (Grippe) sowie Topscorer Anders Eriksson (Schulterverletzung) verzichten. Positiv: Artur Tegkaev, der am Freitag ebenfalls wegen einer Grippe fehlte, kann wahrscheinlich spielen.

Und die Füchse müssen ein Debakel verdauen. Am Freitagabend bei der 1:5-Niederlage beim Tabellenzweiten SC Riessersee wurden sie am Fuße der Zugspitze vor allem im ersten Drittel von einer Lawine überrollt. Vier Gegentore in einem Drittel – das gab es zuvor nur ein einziges Mal in dieser Saison: im September bei der 2:9-Niederlage bei den Löwen Frankfurt. „Wir waren in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht da. Wir waren immer einen Schritt zu spät und haben keine Eins-gegen-eins-Situationen gewonnen“, kritisiert Trainer Robert Hoffmann. „Wenn man Riessersee Zeit und Raum lässt, dann klingelt es halt vier Mal im ersten Drittel. Und es hätte auch fünf oder sechs Mal klingeln können.“

Die Füchse waren in diesem Drittel richtig schlecht, der SC Riessersee dagegen richtig gut. „Das erste Drittel war extrem fokussiert. Wir haben die Chancen eiskalt genutzt. Das war eine der besten Leistungen über die gesamten 20 Minuten in dieser Saison“, meint SCR-Trainer Toni Söderholm.

Mit Beginn den 2. Drittels rückte Konstantin Kessler anstelle von Maximilian Franzreb ins Tor der Füchse. Die Gäste waren jetzt endlich auf dem Eis präsent und verhinderten zumindest eine noch höhere Niederlage. Neuzugang David Kuchejda erzielte in der 34. Minute den Ehrentreffer. „Ich wollte, dass wir Charakter zeigen und kämpfen. Auf diese 40 Minuten können wir aufbauen“, bilanziert Trainer Robert Hoffmann.

Am besten gleich am Sonntag im Heimspiel gegen Bad Tölz.

SC Riessersee - Lausitzer Füchse 5:1 (4:0,0:1,1:0)
Tore: 1:0 Beck (2.), 2:0 Dibelka (11.), 3:0 Dibelka (16.), 4:0 Mueller(18.), 4:1 Kuchejda (34.), 5:1 Mueller (43.); Schiedsrichter: Steinecke/Westhaus: Zuschauer: 2341; Strafminuten: 16 + 10 (Wachter) / 22 + 10 (Geiseler).

Komplette Statistik