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| 22:50 Uhr

Eishockey
Füchse kämpfen die Niederlagenserie weg

Wo ist denn der Puck? Füchse-Stürmer Ryan Warttig attackiert in dieser Szene  das Kaufbeurer Tor mit Keeper Stefan Vajs.
Wo ist denn der Puck? Füchse-Stürmer Ryan Warttig attackiert in dieser Szene das Kaufbeurer Tor mit Keeper Stefan Vajs. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser gewinnt gegen den ESV Kaufbeuren mit 4:3 nach Verlängerung, auch wenn es „kein sexy Spiel“ war. Am Sonntag folgt das Derby in Crimmitschau.

Mit viel Kampf und Wille haben die Lausitzer Füchse ihre Nieder­lagenserie beendet. Sie rangen am Freitagabend den ESV Kauf­beuren mit 4:3 nach Verlängerung nieder.

Am Dienstag hatten die Füchse in Kaufbeuren ein 1:7-Debakel hinnehmen müssen. In der Tabelle der DEL2 liegen sie auf Platz elf. „Ich bin sehr froh über den Sieg und die beiden Punkte. Es war sicher kein sexy Spiel, aber ein Arbeitssieg“, erklärte Trainer Hannu Järvenpää sichtlich erleichtert.

Die Füchse mussten im letzten Heimspiel vor der Länderspielpause erneut mit einem kleinen Kader auskommen. Die Förderlizenzspieler der Eisbären Berlin kommen an diesem Wochenende in der DEL zum Einsatz. Lediglich Torhüter Maximilian Franzreb steht zur Verfügung, saß aber gegen Kaufbeuren auf der Bank, weil Konstantin Kessler zwischen den Pfosten stand. Jakub Kania musste wegen seiner Spieldauer-Disziplinar­strafe aus dem Dienstag-Spiel in Kaufbeuren pausieren. Immerhin kehrte mit ­Roberto Geiseler ein anderer Verteidiger nach überstandener Verletzung ins Team zurück. Als überzähliger Kontingentspieler wurde der Kanadier Christopher Bodo aus dem Kader gestrichen.

Vor 1815 Zuschauern war den Gastgebern zwar von der ersten ­Minute an der Wille zur Wiedergut­machung nach dem 1:7-Debakel anzumerken. Aber der Gegentreffer von Sami Blomqvist bereits nach sieben Minuten sorgte kurzzeitig für Schockstarre in der Weißwasseraner Eishalle. Allerdings traf Kapitän André Mücke ebenfalls in der 7. Minute zum 1:1-Ausgleich. Viktor Lennartsson schoss die Füchse kurz vor dem Ende des ersten Drittels dann erstmals in Führung (2:1/19.). Anders als am Dienstag spielte Weißwasser diesmal deutlich disziplinierter. In Kaufbeuren kassierten die Füchse neben der Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Kania noch drei Zehn-Minuten-Strafen und verloren die Partie praktisch in der Kühlbox. Vier der sieben Kaufbeurer Treffer fielen in Überzahl.

Auch am Freitagabend begann das zweite Drittel mit einem Rückschlag. Joona Karevaara erzielte in der 26. Minute den 2:2-Ausgleich. Aber die Gastgeber holten sich die knappe Führung wieder zurück. Roberto Geiseler traf mit einem Schuss von der blauen ­Linie zum 3:2 (37.). Kurz danach hatte Feodor Boiarchinov den vierten Treffer auf dem Schläger, scheiterte aber in aussichtsreicher Position an ESVK-Keeper Stefan Vajs.

Im letzten Drittel erhöhten die Gäste aus dem Allgäu natürlich den Druck und drängten auf den Ausgleich – mit ziemlich schnellem ­Erfolg. In Überzahl erzielte Charlie Sarault den Ausgleichstreffer zum 3:3 (45.). Auch in der Folgezeit blieben die Gäste am Drücker und nahmen den Kasten von Torhüter Konstantin Kessler unter Dauerbeschuss. Erst in den letzten Minuten der regulären Spielzeit kamen die Füchse wieder zu Torchancen. In der Verlängerung spielten zunächst die Gäste ihre individuelle Stärke aus, ehe Artur Tegkaev (64.) doch noch den umjubelten Siegtreffer für Weißwasser erzielte. Gäste-Coach Andreas Brockmann: „In den ersten beiden Dritteln hat Weißwasser härter gearbeitet als wir und deshalb 3:2 geführt. Bei uns dachten einige nach dem 7:1 wohl, das geht von allein. Weißwasser wollte den Sieg heute mehr als wir.“

Bevor die DEL2 wegen der Länderspielpause für ein Wochenende pausiert, steht für die Füchse am Sonntag noch das Derby bei den Eispiraten Crimmitschau auf dem Programm, die zuletzt mit ihrer Offensive für Furore sorgten. Spielbeginn im Sahnpark ist um 17 Uhr.

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