ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:25 Uhr

Eishockey
Füchse hoffen auf Wunder von Weißwasser

Die Füchse um Jeff Hayes (l.) wollen mit aller Macht die Abstiegsrunde vermeiden.
Die Füchse um Jeff Hayes (l.) wollen mit aller Macht die Abstiegsrunde vermeiden. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Trotz des schwachen Saisonstarts der Füchse ist dank einer Aufholjagd der vorzeitige Klassenerhalt in der DEL2 drin – wenn Crimmitschau am Dienstag im Kühlschrank Sahnpark mitspielt. Von Frank Noack

Es sind die Tage der ganz großen Gefühle im Eishockey. Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nur ganz knapp die Goldmedaille verpasst. Und in der DEL2 steht die entscheidende Woche in der Hauptrunde auf dem Programm. „Deutschland hat es ja ­leider nicht geschafft. Unser Wunder kommt aber hoffentlich noch“, erklärt Trainer Robert Hoffmann mit Blick auf die Aufholjagd der Lausitzer Füchse im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt.

Dieser so wichtige 10. Platz ist das große Ziel. Derzeit liegt Weißwasser zwar mit 66 Punkten hinter den ­Eispiraten Crimmitschau (68) und den Heilbronner Falken (69). Aber die Füchse haben am vorletzten Wochenende der Hauptrunde mit einem Sechs-Punkte-Wochenende ihre Ansprüche noch einmal untermauert.

Angesichts des schwachen Saisonstarts ist es in der Tat ein Wunder, dass die Mannschaft in diesen Kampf um Platz 10 zurückgekommen ist. Zur Erinnerung: Auch nach dem Trainerwechsel kamen die Füchse trotz einiger Siege im Dezember in der Tabelle nicht wirklich voran. Mitte Januar betrug der Rückstand auf die Pre-Playoffs sage und schreibe 15 Punkte.

Dass davon nur zwei Punkte übriggeblieben sind, hat verschiedene Gründe. Der wohl wichtigste Grund: Die Mannschaft kommt nun immer besser mit den taktischen Vorgaben von Trainer Hoffmann klar. Er fordert einfaches und schnörkelloses Eishockey von seinen Spielern.

Füchse-Coach Robert Hoffmann jubelt nach dem Sieg in Dresden.
Füchse-Coach Robert Hoffmann jubelt nach dem Sieg in Dresden. FOTO: Thomas Heide

Vor allem die Defensive spielt dabei eine wichtige Rolle. Am vergangenen Wochenende kassierten die Füchse beim 5:0 in Dresden und beim 3:1-Heimsieg gegen Bayreuth nur ein einziges Gegentor. „Genau so stelle ich mir das vor. Wir haben intensiv am System gearbeitet und wollen unser Spiel möglichst einfach halten“, betont Hoffmann.

Aber auch die Offensive hat sich verbessert. Mit Jeff Hayes, Roope Ranta und dem wieder­erstarkten Feodor Boiarchinov hat der Füchse-Coach nun offenbar eine schlagkräftige 1. Sturmreihe gefunden.

Natürlich spielt den Lausitzer Füchsen auch die zwischenzeit­liche Schwächephase der Eis­piraten Crimmitschau in die Karten. Die Westsachsen stürzten nicht nur aus den Playoff-Rängen, sondern müssen inzwischen sogar um Platz 10 bangen. An diesem Dienstag bestreitet Crimmitschau das neu angesetzte Spiel gegen den Tabellenführer Bietigheim Steelers. Für das Wunder von Weißwasser ist dieses Partie im Kühlschrank von Crimmitschau von enormer Bedeutung. Die Füchse müssen darauf hoffen, dass sich die Eispiraten bei angekündigten zweistelligen Minusgraden im teilweise offenen Sahnpark nicht für ­einen Heimsieg erwärmen können und leer ausgehen.