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| 15:57 Uhr

Weißwasser
Füchse gewinnen Derby eine Sekunde vor Schluss

Die Füchse Anders Eriksson (r.) und David Kuchejda attackieren das Tor von Brett Kilar.
Die Füchse Anders Eriksson (r.) und David Kuchejda attackieren das Tor von Brett Kilar. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse bleiben Derby-Spezialist in der DEL2: Sie gewinnen gegen Crimmitschau auch das vierte Derby in dieser Saison und belohnen sich mit einem späten Tor für ihre Aufholjagd. Von Frank Noack

Für die Zuschauer war es ein unterhaltsames Sachsenderby am Dienstagabend in Weißwasser. Insgesamt neun Tore, zwei offensiv eingestellte Teams und Spannung bis zum Schluss – das war Derby-Eishockey mit Vollgas und einem denkwürdigen Ende. Denn exakt eine Sekunde vor Schluss traf Jordan George zum 5:4-Siegtreffer für die Lausitzer Füchse gegen die Eispiraten Crimmitschau.

Die Blau-Gelben aus Weißwasser wahrten damit ihre blütenweiße Derby-Weste. In den bisherigen zwei Partien gegen Dresden und einmal gegen Crimmitschau waren sie jeweils als Sieger vom Eis gegangen. Vor 2236 Zuschauern behielten sie dank des späten Tores von Jordan George nach 59:59 Minuten auch diesmal wieder die Oberhand und bleiben auf Tabellenplatz fünf.

Bei den Füchsen stand wie angekündigt diesmal wieder Förderlizenz-Torhüter Maximilian Franzreb zwischen den Pfosten – es sollte nicht sein bester Tag im blau-gelben Trikot werden. Auch Charlie Jahnke aus den Reihen des DEL-Kooperationspartners Eisbären Berlin verstärkte die Gastgeber in diesem Derby gegen den Kontrahenten aus Westsachsen, der am Freitag die Eislöwen Dresden mit einem denkwürdigen 11:4 aus dem Sahnpark geschossen hatte.

Der Start für Franzreb und die Füchse ging gründlich in die Hose. Denn bereits in der 2. Minute traf Patrick Klöpper zum 1:0 für Crimmitschau. Weißwasser spielte in der Folgezeit recht ordentlich und ließ den Puck schnell laufen. Mit einem ihrer wenigen Konter kamen die Eispiraten in Unterzahl erneut durch Patrick Klöpper zum etwas überraschenden 2:0 (12.). Erst in der 17. Minute nutzte Clarke Breitkreuz einer der diversen Füchse-Chancen zum 1:2-Anschlusstreffer.

Im 2. Drittel hielt Weißwasser sowohl den Druck als auch die Geschwindigkeit hoch – und wurde dafür belohnt. Denn nach dem 3:1 für Chrimmitschau durch Christoph Körner in der 25. Minute kamen die Füchse zum verdienten Ausgleich. Charlie Jahnke (28.) und Steve Saviano (29.) trafen. Kurz vor der Drittelpause gab es sogar die Chance zur Führung. Aber Fabian Dietz rutschte in der 40. Minute nach feinem Zuspiel von Charlie Jahnke mit dem Puck in Eispriraten-Keeper Brett Kilar, ohne zum Abschluss zu kommen.

Kurz nach Wiederbeginn war Torhüter Maximilian Franzreb erneut geschlagen. Dominic Walsh stocherte den Puck zum 4:3 (45.) für Crimmitschau über die Linie. Jeff Hayes belohnte die Aufholjagd der Füchse mit dem 4:4 (52.). Auch danach spielten beide Teams weiter Vollgas-Eishockey – bis zum umjubelten 5:4-Siegtor von Jordan George eine Sekunde vor Schluss.

Kim Colins (Crimmitschau): „Egal, ob im Derby oder in einem anderen Spiel – das Gegentor eine Sekunde vor Schluss zu bekommen, ist schwer zu verkraften. Wir hätten einen oder zwei Punkte mitnehmen müssen. Denn wir haben gut gespielt und hatten auch im letzten Drittel gute Chancen. Es ist sehr enttäuschend nach so einem späten Gegentor mit leeren Händen nach Hause zu fahren.“

Corey Neilson (Weißwasser): „Wir waren heute das glücklichere Team. Wir haben etwas zu langsam und fahrig gespielt. Crimmitschau hat unsere Fehler ausgenutzt. Aber wir haben in den letzten beiden Dritteln hart für den Sieg gearbeitet.“

Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau 5:4 (1:2, 2:1, 2:1)

Tore: 0:1 Klöpper (2.), 0:2 Klöpper, (12.), 1:2 Breitkreuz (17.), 1:3 Körner (25.), 2:3 Jahnke (28.), 3:3 Saviano (29.), 3:4 Walsh (45.), 4:4 Hayes (52.), 5:4 George (60.); Schiedsrichter: Salewski/Steinecke; Zuschauer: 2236; Strafminuten: 10/14.

Das nächste Spiel: Tölzer Löwen – Lausitzer Füchse am Freitag um 19.30 Uhr.

Komplette Statistik

Lausitzer Füchse - Crimmitschau FOTO: Thomas Heide