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Weißwasser
Füchse gehen gern auf Reisen

Jeff Hayes (l.) und die Füchse kassierten zuletzt eine Heimniederlage gegen die Wölfe Freiburg.
Jeff Hayes (l.) und die Füchse kassierten zuletzt eine Heimniederlage gegen die Wölfe Freiburg. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Unter dem neuen Cheftrainer Robert Hoffmann ist Weißwasser auch auswärts wieder konkurrenzfähig. In Kassel erwartet die Lausitzer am Freitag trotzdem eine ganz schwere Aufgabe. Aber es gibt gute Kader-Nachrichten. Von Frank Noack

Nach den Feierlichkeiten ist vor den Festtagen. Die Lausitzer Füchse verbringen auch in diesem Jahr wieder Weihnachten auf dem Eis. Im Anschluss an den 85. Vereinsgeburtstag steht jetzt der Doppelpack mit dem Auswärtsspiel an diesem Freitag bei den Kassel Huskies (19.30 Uhr) sowie der Heimpartie gegen die Eis­piraten Crimmitschau am Dienstag (17 Uhr) auf dem Programm.

Erst die schwere Aufgabe in Kassel und dann das Derby gegen Crimmitschau – ob das ein Fest für die Füchse wird, haben sie selbst in der Hand. Immerhin will Weißwasser endlich den Sprung auf einen Pre-Playoff-Platz schaffen. Als Tabellenzwölfter haben die Füchse derzeit vier Punkte Rückstand auf den Zehnten Heilbronn.

Vor allem das Freitag-Spiel in ­Kassel wird eine ganz schwere Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Robert Hoffmann. Denn die Huskies sind das zweitbeste Heimteam der DEL2 hinter Spitzenreiter Bietigheim. Die beeindruckende Bilanz: 13 der 14 Heimspiele wurden gewonnen. Die bislang einzige Niederlage gab es am 3. Oktober mit dem 5:9 gegen den SC Riessersee.

Und was spricht da für die Lausitzer Füchse? Spricht überhaupt was für die Füchse? Nun ja, zumindest die Tatsache, dass sie nach dem Trainerwechsel deutlich konstanter auftreten und sich auswärts sogar ein wenig wohler fühlen als auf heimischem Eis – zumindest was die Ausbeute betrifft. In den bisherigen drei Auswärtspartien unter der Regie von Hoffmann gab es immerhin zwei Siege. „Auswärts bist du nicht ganz so unter Druck, das Spiel zu machen. Vielleicht liegt uns das momentan etwas mehr“, erklärt der Nachfolger von Hannu Järvenpää. Mit Blick auf die Heimspiele ergänzt Hoffmann: „Wir tun uns schwer gegen Mannschaften, die kompakt in der neutralen Zone ­stehen. Das müssen wir lernen, das ist ein Fakt. Dafür ­haben wir immer Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Zeit. Wir müssen ar­beiten, arbeiten, arbeiten.“

Denn am Dienstag im Heimspiel gegen Crimmitschau erwartet die Füchse ein emotionales ­Derby. Der Zuschauerzuspruch ist wie immer rund um Weihnachten und den Jahreswechsel riesengroß. Bereits am Dienstag waren bis auf 100 Stehplätze alle Tickets vergriffen. Auch für das letzte Spiel des Jahres gegen Bietigheim am 30. Dezember zeichnet sich nach Füchse-Angaben eine hohe Nachfrage ab.

Die personelle Lage hat sich entspannt. Die Berliner Förderlizenzspieler Vincent Hessler und Charly Jahnke sind inzwischen zurück von der U20-Weltmeisterschaft und werden am Freitag mit nach Kassel reisen. Auch Marius Schmidt ist einsatzfähig. Er musste nach einem Check im Spiel gegen Freiburg am Sonntagabend ins Krankenhaus gebracht werden, hat aber grünes Licht von den Ärzten bekommen.

„Kassel ist natürlich Favorit. Aber wir fahren nicht dahin, um das Spiel abzuschenken. Vielleicht können wir ein schönes Weihnachtspräsent mit nach Hause nehmen“, blickt Hoffmann voraus. Beide bisherigen Duelle in dieser Saison gegen ­Kassel gingen zwar verloren – aber jeweils erst in der Verlängerung.