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| 18:30 Uhr

Füchse freuen sich über volle Halle

Bei den Spielen der Lausitzer Füchse (hier Marius Schmidt/l.) gegen Dresden geht es traditionell heiß her.
Bei den Spielen der Lausitzer Füchse (hier Marius Schmidt/l.) gegen Dresden geht es traditionell heiß her. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Der sportliche Erfolg der Füchse schlägt sich auch in den Zuschauereinnahmen nieder. Zahltage wie am Sonntag beim Derby gegen Dresden spülen zusätzliches Geld in die Kasse. Frank Noack

Am Sonntag wird es wieder eng in der Weißwasseraner Eisarena. Sehr eng! Wenn die Lausitzer Füchse im Derby der DEL2 auf die Eislöwen Dresden (Beginn um 17 Uhr) treffen, dürfte die Halle erneut aus allen Nähten platzen. "Wir gehen davon aus, dass die Halle aus verkauft ist", erklärt Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Es wird so eng, dass selbst Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gerade noch so zum Zuge gekommen ist. Tillich hatte bei den Füchsen nach Karten angefragt. Und zwar nicht als Ehrengast, sondern als zahlender Fan. Er will sich als Privatmann unters Publikum mischen und das Spiel der beiden besten Teams des Freistaates hautnah miterleben.

Die Eintrittskarten für die Füchse-Heimspiele sind begehrt. Der Zuschauerschnitt liegt nach zwei Dritteln der Hauptrunde bei 2244 Besuchern pro Partie - und damit so hoch wie noch nie seit der Eröffnung der neuen Halle im August 2013. "Der aktuelle sportliche Erfolg ist natürlich ganz wichtig. Die Leute kommen gern in die Halle, weil sie hier bestens unterhalten werden", betont Geschäftsführer Rohrbach.

Die Mannschaft von Trainer Hannu Järvenpää liegt auf Playoff-Kurs und begeistert die Fans mit Tempo-Eishockey und Toren. Und auch die Zuschauerzahlen gehen in die Offensive. Vor der Saison hatten die Füchse mit einem Schnitt von 1900 Fans pro Spiel kalkuliert. Dass man inzwischen bei 2244 Zuschauern liegt, ist laut Rohrbach "erfreulich und hilft uns beim Wirtschaften".

Deshalb wurde die eine oder andere Investition getätigt, die eine direkte Folge der gestiegenen Einnahmen an Zuschauergeldern ist. Beispielsweise konnten die Füchse auf die Verletzungsmisere am Saisonanfang reagieren, als mit den beiden Finnen Roope Ranta und Taneli Maasalo vorübergehend zwei zusätzliche Ausländer verpflichtet wurden. Auch für den kleinen Luxus der vorzeitigen Anreise zum Auswärtsspiel gegen die Wölfe Freiburg - der längsten Reise in dieser Saison - konnte Rohrbach grünes Licht geben. "Ein Teil der Übernachtungs kosten kam von Sponsoren. Den anderen Teil haben wir beigesteuert." Und auch das Pilates-Training, das drei Mal pro Woche zur Vorbeugung gegen Muskelverletzungen stattfindet, wurde auf diese Weise erst möglich.

Zwar sind die bei den Fans stets besonders begehrten Spiele am Jahreswechsel erst einmal vorbei. Doch Rohrbach ist nicht bange, dass die Zuschauerkurve nach dem Derby gegen Dresden nach unten gehen könnte. Denn neben dem sportlichen Erfolg trägt auch der neue Vermarktungskurs immer mehr Früchte. Die Füchse wollen sich mehr denn je einem breiten Publikum als Sympathieträger der Lausitz präsentieren. "Wir haben mittlerweile viele Anfragen von Unternehmen und Sportvereinen, die als Gruppe zu unseren Heimspielen kommen und den Eventcharakter sowie die Stimmung genießen", erklärt Geschäfts führer Rohrbach. Es ist also gut möglich, dass an diesem Sonntag beim Derby der Linksaußen aus dem Sportverein plötzlich neben dem Ministerpräsidenten sitzt.