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Füchse: Dichtmachen für die Derby-Serie

Maximilian Franzreb von den Eisbären Berlin verstärkt an diesem Wochenende wieder die Füchse.
Maximilian Franzreb von den Eisbären Berlin verstärkt an diesem Wochenende wieder die Füchse. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Für die Fans sind es sowieso die wichtigsten Spiele des Jahres. Doch auch sportlich steckte schon lange nicht mehr so viel Brisanz im Eishockey-Duell zwischen den Eislöwen Dresden und den Lausitzer Füchsen wie an diesem Sonntag (Beginn um 14 Uhr). Frank Noack

Denn Weißwasser und Dresden sind Tabellennachbarn in der DEL2 und kämpfen seit Wochen Kopf an Kopf um den Einzug in die Playoff-Runde. Konkret - beide Teams wollen Platz vier und damit das Heimrecht im möglicherweise entscheidenden siebten Spiel des Viertelfinales.

Dass die Füchse in diesem wegweisenden Duell auswärts an treten, muss kein Nachteil sein. Denn sie haben in dieser Saison alle sieben Derbys gegen Dresden und Crimmitschau gewonnen. Das gelang bislang nur Dresden in der Saison 2010/11. Sollten die also auch am Sonntag als Sieger vom Eis gehen, würden sie den Rekord der Eislöwen knacken.

Es spricht also viel für ein hochklassiges Derby. Zumal auch die Rahmenbedingungen stimmen. Mit über 4000 Zuschauern wird die Energieverbund-Arena ausverkauft sein. Rund 400 Fans aus Weißwasser werden das Team in die Landeshauptstadt begleiten.

"Derbys sind eine tolle Sache für die Anhänger und die Stimmung in den Arenen. In der Vorbereitung und auf dem Eis ist es jedoch ein Spiel wie jedes andere. Die wichtigste Grundvoraussetzung für ein tolles Aufeinandertreffen ist in jedem Fall ein neutraler Referee", sagt Coach Bill Stewart von den Eislöwen.

Neben dem Schiri wird auch die Tagesform beider Teams eine wichtige Rolle spielen. Denn leistungsmäßig liegen Füchsen und Eislöwen nicht weit auseinander.

Die Formkurve der Füchse zeigt nach einem Hänger wieder nach oben. Sie gehen mit drei Siegen in Folge in das Derby-Wochenende. Am vergangenen Sonntag erkämpfte Weißwasser einen 5:3-Auswärtserfolg beim bisherigen Angstgegner Löwen Frankfurt und holte sich damit viel Selbst vertrauen. Ein Grund für diese Rückkehr in die Erfolgsspur: Die Mannschaft hat sich mittlerweile besser an ihre neue Rolle gewohnt. "Früher waren wir immer der Jäger. Jetzt sind wir plötzlich die Gejagten", erklärt Stürmer Jens Heyer mit Blick auf den Aufschwung des einstigen Abstiegskandidaten in dieser Saison. "Viele Teams spielen defensiver gegen uns und versuchen erstmal, unseren Matchplan zu stören."

In den bisherigen sieben Derbys unternahmen die Kontrahenten diesen Versuch vergeblich. Die Lausitzer Füchse hatten jeweils den besseren Matchplan. Den inoffiziellen Titel als "Sachsenmeister" haben sie also schon vor dem letzten Derby der Hauptrunde sicher.

Wenn beide Teams weiter so konstant punkten, wird es wahrscheinlich nicht das letzte Duell in dieser Saison sein. Derzeit spricht vieles dafür, dass sich Weißwasser und Dresden ab März auch in den Playoffs gegenüberstehen werden.

Zum Thema:
Im Derby am Sonntag ab 14 Uhr geht es auch um den Einzug in die Playoff-Runde sowie um das Heimrecht im eventuell entscheidenden siebten Spiel dieses Viertelfinales in der DEL2.
In den Playoffs standen sich Weißwasser und Dresden noch nie gegenüber. 2007 gewannen die Füchse die Playdowns um den Klassenerhalt und schickten den Erzrivalen in die Oberliga. 2010 gewannen in den Pre-Playoffs ebenfalls die Füchse.