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Eishockey
Hoffmann kritisiert Ex-Chef: „So eine Aktion noch nicht erlebt“

Co-Trainer Robert Hoffmann führte das Team zu zwei Siegen.
Co-Trainer Robert Hoffmann führte das Team zu zwei Siegen. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Co-Trainer Robert Hoffmann von den Lausitzer Füchse übt deutliche Kritik an seinem bisherigen Chef Hannu Järvenpää. Und er lobt die Mannschaft für die sportliche Auferstehung. Von Frank Noack

Mit zwei Siegen haben die Lausitzer Füchse am ersten Wochenende nach dem überraschenden Abschied von Cheftrainer Hannu Järvenpää eine sportliche Auferstehung gefeiert. Trotzdem sind die Misstöne wegen der Trennung in Weißwasser nicht zu überhören. Järvenpää war Mitte der vergangenen Woche beim Tabellenvorletzten der DEL2 zurückgetreten und wurde nur einen Tag später in Ungarn als neuer Trainer von Alba Volán Székesfehérvár vorgestellt.

Co-Trainer Robert Hoffmann übte am Sonntag nach dem 2:1-Heimsieg der Lausitzer Füchse gegen die Tölzer Löwen deutliche Kritik an seinem bisherigen Chef. Die RUNDSCHAU dokumentiert seine Aussagen in der Pressekonferenz.

Robert Hoffmann über den Sieg gegen Bad Tölz: „Es war das erwartet enge Spiel, weil beide Teams in der Tabelle hinten drinstehen. Aber wir haben bis zum letzten Moment alles gegeben. Es war vielleicht nicht unser bestes Spiel. Aber wir haben mit absolutem Willen und Charakter trotzdem drei Punkte mitgenommen. Ich bin stolz auf meine Jungs.“

Hoffman über den Abschied von Järvenpää: „Ich war kurz geschockt, am Ende war ich vor allem enttäuscht. Ich sage ganz ehrlich: Es gibt Dinge, die kann man anders lösen – und das hier hätte man anders lösen können. Das war keine feine Art. Aber egal, vorbei, wir schauen nach vorn.“

Über die Reaktion der Mannschaft: „Sie war geschockt. Wir waren alle überrascht. Die ganze Art und Weise war komisch. Das war für die Jungs nicht leicht. Es war eigenartig. So eine Aktion habe ich noch nicht erlebt. Die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir jetzt Schritt für Schritt nach oben kommen und uns heranarbeiten.“

Über den Schlüssel für die beiden Siege: „Was willst du in so einer Situation machen? Du kannst nur versuchen, die Jungs aufzubauen und viele, viele Gesprächen führen. Ich habe den Jungs mein vollstes Vertrauen ausgesprochen. Am Ende war beim Sieg gegen Bad Tölz auch ein wenig Glück dabei. Aber die Jungs haben auch hart dafür gearbeitet. Ich konnte in den zwei Tagen nur versuchen, in die Köpfe reinzukommen. Ich glaube, das ist mir so einigermaßen gelungen.“