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| 13:49 Uhr

Füchse beißen sich die Zähne aus

Kein Durchkommen: Füchse-Stürmer Marius Schmidt (M.) ist in dieser Szene von mehreren Bayreuthern umzingelt.
Kein Durchkommen: Füchse-Stürmer Marius Schmidt (M.) ist in dieser Szene von mehreren Bayreuthern umzingelt. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser fehlt auch beim 1:5 im Duell mit Bayreuth das Rezept gegen einen defensiv eingestellten Kontrahenten. Frank Noack

Obwohl die Lausitzer Füchse eine starke Saison spielen, ist der Beruf des Eishockey-Trainers auch in Weißwasser nicht automatisch jeden Tag vergnügungssteuerpflichtig. Er müsse derzeit immer die Heimniederlagen erklären, schmunzelte Assistenz coach Robert Hoffmann in einem Anflug von Galgenhumor nach der 1:5-Pleite am Freitagabend gegen den Aufsteiger EHC Bayreuth.

Nun ist es zwar im Fuchsbau durchaus so, dass sich Cheftrainer Hannu Järvenpää und Hoffmann die Medienarbeit kollegial teilen - zuletzt hat Hoffmann dabei in der Kabine aber offenbar immer das schlechtere Los gezogen. Denn auch eine Woche zuvor beim 0:2 gegen die Ravensburg Towerstars musste der Co-Trainer schon als Heimniederlagen-Erklärer auf das Podium. Immerhin konnte Hoffmann bei seiner Spielanalyse auf Bewährtes zurückgreifen. "Es ist ärgerlich, dass ich hier das zweite Mal hintereinander sagen muss, dass wir das Ding leider wieder nicht reingekriegt haben."

Denn genau wie gegen Ravensburg taten sich die Füchse auch im Duell mit Bayreuth gegen einen recht defensiv eingestellten Gegner schwer. Sie erspielten sich zwar eine Fülle an Torchancen, scheiterten am Freitagabend aber immer wieder am starken Gäste-Keeper Tomas Vosvrda. "Er hat ein überragendes Spiel gemacht", lobt Hoffmann den Tschechen, der im Januar von der Fachzeitung Eishockey-News als "Spieler des Monats Januar" geehrt wurde.

Die Verantwortlichen im Fuchsbau sind aber selbstkritisch genug, um zu wissen, dass die starke Leistung des Torhüters natürlich nur ein Grund für die zweite Heimniederlage in Folge ist. Bei den Gegnern hatte sich die "brutale Offensive", wie es der Bayreuther Trainer Sergej Wassmiller anerkennend formulierte, längst herumgesprochen. Viele Kontrahenten reagieren darauf mit einer konsequenten Defensive und sind vor allem darauf aus, das Spiel zu zerstören. "Wir müssen es lernen, auch mit solchen defensiv ausgerichteten Mannschaften klarzukommen. Wir müssen noch giftiger sein und noch härter arbeiten", betont Hoffmann. Damit die Heimspiele wieder zum Vergnügen werden.