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Füchse baggern an Schweden-Stürmer Eriksson

Anders Eriksson machte 218 Partien in der 1. Liga Schwedens.
Anders Eriksson machte 218 Partien in der 1. Liga Schwedens. FOTO: Img1
Weißwasser. Dieser Stürmer wäre ein ordentlicher Schweden-Happen für die Lausitzer Füchse aus Weißwasser! Der Eishockey-Zweitligist baggert am erfahrenen Schweden Anders Eriksson (32). Der Angreifer spielte bis zur vergangenen Saison in der SHL, der 1. Liga in Schweden. Frank Noack

"Ja, es gibt Kontakt zu Anders Eriksson", erklärte Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach am Donnerstag auf Nachfrage der RUNDSCHAU und bestätigte damit entsprechende Medienberichte aus Schweden. "Allerdings", so schränkt Rohrbach ein, "es ist noch kein Vertrag unterschrieben. Wir müssen erst noch ein, zwei Sachen klären."

Intern gilt Anders Eriksson aber als Favorit auf den letzten freien Ausländer-Platz im Angriff der Füchse. Trainer Hannu Järvenpää hat sich mit Eriksson bereits über einen möglichen Wechsel nach Weißwasser ausgetauscht. Für den Stürmer wäre die DEL2 die erste Station im Ausland. Eriksson hat seine gesamte Karriere bislang in Schweden verbracht. In den vergangenen vier Spielzeiten war er für Örebro HK aktiv. Die 1. Liga in Schweden gehört neben der Nordamerikanischen Profi-Liga NHL sowie der russischen KHL nach wie zu den leistungsstärksten Spielklassen. In der SHL hat der Stürmer insgesamt 218 Partien absolviert.

In der vergangenen Saison endete dann jedoch Erikssons langjähriges Engagement in der Top-Liga - er wechselte zu AIK Stockholm in die 2. Liga und kam in 44 Spielen auf 14 Scorer-Punkte. Eingesetzt werden kann der erfahrene Stürmer sowohl als Center als auch auf Rechtsaußen.

Die Füchse haben bisher zwei der vier Kontingent-Stellen vergeben. Der Kanadier Kyle Just hatte kürzlich seinen Vertrag verlängert. Sein Landsmann Christopher Bodo ist neu im Fuchsbau. Er spielte zuletzt für den ungarischen Club Alba Volan Szekesfehervar in der österreichischen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL).

Allerdings müssen die Füchse ihre komplette erste Sturmreihe der vergangenen Saison ersetzen. Dennis Swinnen ist in die DEL zum ERC Ingolstadt gewechselt. Jeff Hayes spielt künftig für BIK Karlskoga in der 2. Liga Schwedens. Und Jakub Svoboda schloss sich dem Weißwasseraner Liga-Konkurrenten Ravensburg Towerstars an. Dieses Trio hatte in der Hauptrunde 61 der 164 Füchse-Treffer geschossen und damit großen Anteil am Einzug in die Playoff-Runde. Geschäftsführer Dirk Rohrbach mit Blick auf den Abschied der Topreihe: "Wir haben unsere Torgarantie verloren." Um den Offensiv-Verlust zu kompensieren, wollen die Füchse mit drei ausländischen Stürmern und nur einem Kontingent-Verteidiger in die Saison gehen. Der Topverteidiger wird nach dem Abschied von Patrik Parkkonen (ebenfalls BIK Karlskoga) noch gesucht. Den Mann für den freien Platz im Sturm haben die Füchse mit Anders Eriksson wohl gefunden.