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| 06:11 Uhr

Eishockey
Finale Schlacht für die Lausitzer Füchse

Diese Playdown-Serie ist extrem eng: Hier wird Füchse-Stürmer Roope Ranta (l.) vom Bayreuther Martin Heider unter Druck gesetzt.
Diese Playdown-Serie ist extrem eng: Hier wird Füchse-Stürmer Roope Ranta (l.) vom Bayreuther Martin Heider unter Druck gesetzt. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser kann im Heimspiel gegen Bayreuth den DEL2-Klassenerhalt perfekt machen, muss sich aber steigern.

Wie aufgeheizt die Stimmung zwischen den Lausitzer Füchsen und den Bayreuth ­Tigers mittlerweile ist, zeigte sich in der Schlussphase von Spiel sechs am Sonntag in Oberfranken. Da flogen nicht nur der Puck, sondern auch die Fäuste durch die Halle. Und als Füchse-Verteidiger Roberto Geiseler sowie der Bayreuther Anthony Luciani nach einer wüsten Prügelei vorzeitig zum Duschen geschickt wurden, begleitete ein Linienschiedsrichter die beiden Streithähne vorsorglich in Richtung Kabine, damit sie dort nicht erneut aneinander geraten.

Am Dienstagabend steigt in Weißwasser das siebte und entscheidende Spiel dieser Playdown-Serie um den Klassenerhalt in der DEL2 (Beginn um 19.30 Uhr). Übrigens ohne Geiseler und Luciani – beide sind nach der jeweils zweiten großen Strafe in den Playdowns gesperrt.

Die Füchse gelten dabei zwar als favorisiert, aber was bedeutet das schon in der extrem engen und hart umkämpften Serie? Dieses Duell ist längst zur „Kopfsache“ geworden, wie es Füchse-Trainer ­Robert Hoffmann formuliert. Weißwasser besitzt zwar auf dem Papier die  spielstärkere Mannschaft und war Tabellen-11. nach der Hauptrunde. Aber Schlusslicht Bayreuth hat den Favoriten mit viel Kampf und auch Härte in dieses Ent­scheidungsspiel gezwungen und hofft nun natürlich auf die finale Überraschung.

Eine Mannschaft wird also am Dienstagabend über den Klassenerhalt jubeln – die andere kämpft in der 2. Playdown-Runde ab Donnerstag weiter gegen den Abstieg. ­Überlebenskampf statt geruhsames Osterfest lautet dann das Motto.

Ein solches Szenario will man im Fuchsbau unter allen Umständen vermeiden, weil es vermutlich ­erneut auf einen kräftezehrenden ­Abnutzungskampf hinauslaufen würde. Nachdem die Mannschaft am Sonntag in Bayreuth den letzten Willen vermissen ließ, hat Geschäftsführer Dirk Rohrbach die Spieler noch einmal in die Pflicht genommen: „In den Playdowns wird kein Schönheitspreis ver­geben. Wir müssen bereit sein für eine Schlacht.“

Dieser eindringliche Appell kommt nicht von ungefähr. Denn dem Vernehmen nach hat sich so mancher Fuchs nach dem dritten Sieg gegen Bayreuth schon in der Sommerpause gesehen. Nun ist beim Showdown in Spiel sieben noch einmal Konzentration gefordert. „Wir werden anders auftreten als am Sonntag in Bayreuth“, verspricht Trainer Robert Hoffmann.