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| 21:01 Uhr

Ersatzmann Just lässt Füchse jubeln

Kyle Just erzielte das Führungstor am Sonntagabend in Bad Nauheim.
Kyle Just erzielte das Führungstor am Sonntagabend in Bad Nauheim. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Ausgerechnet ein Ersatzmann lässt die Füchse jubeln! Das Tor von Kyle Just brachte Weißwasser am Sonntagabend im Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim auf die Siegerstraße. Frank Noack

Der Kanadier traf in der 23. Minute zur Füchse-Führung. Kurz vor Schluss sorgte Dennis Swinnen dann für den 2:0-Endstand (60.) und damit den enorm wichtigen Dreier. Weißwasser rückte nicht nur auf den 5. Platz in der Tabelle der DEL2 vor, sondern steht auch kurz vor dem direkten Einzug in die Playoff-Runde.

Die Füchse haben jetzt neun Punkte Vorsprung auf den Siebten Freiburg. Theoretisch benötigen sie aus den restlichen drei Partien der Hauptrunde also noch einen Punkt, um ganz sicherzugehen.

Der Blick dürfte sich jedoch eher nach oben richten. Denn selbst das Heimrecht in den Playoffs ist jetzt wieder realistisch. Dafür ist mindestens Rang vier nötig. Momentan liegt Dresden mit 83 Punkten auf diesem vierten Platz. Es folgen Weißwasser (83) und Kaufbeuren (82).

Vor 2167 Zuschauern mussten die Füchse in Bad Nauheim mit einem sehr kleinen Kader auskommen. Jakub Svoboda wurde aufgrund von Leistenbeschwerden geschont. Dafür rückte Kyle Just als vierter Ausländer ins Team. Ausgerechnet der Ersatzmann schoss das wichtige Führungstor. Mit einem schönen Schlenzer überwand der Kanadier den Nauheimer Keeper Mikko Rämö. Neben Svobada fehlten auch Roberto Geiseler und Gregor Kubail wegen Verletzungen. Die Füchse verdienten sich den Sieg vor allem mit einer stabilen Leistung in der Defensive. Und Konstantin Kessler im Tor blieb zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer.

Am Freitagabend hatten die Füchse mit dem überraschend deutlichen 1:5 gegen Aufsteiger EHC Bayreuth die zweite Heimniederlage in Folge kassiert. Eine Woche zuvor hieß es 0:2 gegen die Ravensburg Towerstars.

"Es ist ärgerlich, dass ich hier das zweite Mal hintereinander sagen muss, dass wir das Ding leider wieder nicht reingekriegt haben", erklärte Co-Trainer Robert Hoffmann. Die Füchse taten sich auch diesmal gegen den recht defensiv eingestellten Gegner schwer. Sie erspielten sich zwar eine Fülle an Chancen, scheiterten aber immer wieder am starken Gäste-Keeper Tomas Vosvrda.

"Wir müssen es lernen, auch mit solchen defensiv ausgerichteten Mannschaften klarzukommen. Wir müssen noch giftiger sein und noch härter arbeiten", betont Hoffmann. Denn die Füchse wollen schließlich jetzt auch in den Heimspielen wieder jubeln.