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Eishockey
Elwing nicht mehr Co-Trainer der Füchse

Robert Hoffmann kämpft mit den Lausitzer Füchsen um den Klassenerhalt.
Robert Hoffmann kämpft mit den Lausitzer Füchsen um den Klassenerhalt. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Künftig steht bei Sebastian Elwing wieder die Arbeit mit den Keepern in Weißwasser und bei den Eisbären Berlin im Vordergrund. Und die Lausitzer Füchse? Sie setzen zunächst auf eine Übergangslösung, um Chefcoach Robert Hoffmann zu unterstützen. Von Frank Noack

Los Angeles Kings statt Lausitzer Füchse: Sebastian Elwing düst am Samstagmorgen für zwei Wochen zum Trainingscamp in die USA. Für den Posten als Co-Trainer in Weißwasser steht er auch nach seiner Rückkehr nicht mehr zur Verfügung, ­sagte der 37-Jährige der RUNDSCHAU. Elwing will sich stattdessen wieder auf seinen Job als Torwart-Trainer der Eisbären Berlin und der Lausitzer Füchse konzentrieren: „Das Training mit den Torhütern beider Clubs erfordert meine ganze Aufmerksamkeit. Trotzdem habe ich den Füchsen übergangsweise als Co-Trainer gern geholfen und mich mit ‚Hoffi‘ sehr gut verstanden.“

Beim Heimspiel am Freitagabend gegen die Kassel Huskies (Beginn um 19.30 Uhr) wird Sebastian Elwing nicht mehr wie zuletzt gemeinsam mit Cheftrainer Robert Hoffmann hinter der Bande stehen. Nach dem Abschied von Hannu Järvenpää im November hatten Hoffmann und  Elwing gemeinsam das Team des Tabellenelften der DEL2 übernommen. Zuletzt gab es fünf Siege aus sechs Partien – trotzdem hatte Weißwasser vor dem Spiel gegen Kassel acht Punkte Rückstand auf den angepeilten Rang zehn, ­der den vorzeitigen Klassenerhalt bedeuten würde.

Torwart-Coach Sebastian Elwing
Torwart-Coach Sebastian Elwing FOTO: Thomas Heide

Beim Abschied von Järvenpää teilten die Lausitzer Füchse mit, dass Elwing nur vorübergehend den Job als Co-Trainer übernimmt. „Da Sebastian aber als Torwarttrainer in Weißwasser und Berlin fest eingeplant ist, suchen wir noch einen Trainer zur Unterstützung für Robert“, erklärte Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach damals.

Und diese Suche nach einem Co-Trainer dauert weiter an. Seit Ende Dezember ist der finnische Trainer-Student Jonne Saariko im Fuchsbau und unterstützt Hoffmann sowohl im Training auf dem Eis als auch bei den Spielen von der Tribüne aus. „Vielleicht gibt es noch eine andere Lösung“, sagte Geschäftsführer Rohrbach am Freitag auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Als Torwart-Trainer ist Sebastian Elwing für die Füchse-Keeper Konstantin Kessler, Niklas Zoschke und Eisbären-Leihgabe Maximilian Franzreb zuständig. Beim Weiß­wasseraner Kooperationspartner in Berlin betreut er Petri Vehanen, Marvin Cüpper sowie den kürzlich mit einer Förderlizenz für die DEL ausgestatteten Youngster Tobias ­Ancicka. Neben der Videoauswertung nach den jeweiligen Spielen der Eisbären und der Füchse erstellt Elwing die Trainingspläne für die Torhüter. „Außerdem planen wir derzeit schon die neue Saison“, erklärt der ehe­malige DEL-Keeper, der mit seiner Familie in Weiß­wasser wohnt. „Das alles ist mit dem Job als Co-Trainer auf Dauer nur schwer zu vereinbaren“, ­begründete Elwing vor dem Abflug nach Los Angeles die Entscheidung.