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Eishockey
Strahlmeier hat trotz Niederlage „riesen Spaß“

Dustin Strahlmeier feierte eine umjubelte Rückkehr in den Fuchsbau.
Dustin Strahlmeier feierte eine umjubelte Rückkehr in den Fuchsbau. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat in Weißwasser das Testspiel gegen die Slowakei mit 1:2 nach Penaltyschießen verloren. Torhüter Dustin Strahlmeier hatte am Samstagabend trotzdem „riesen Spaß“ bei seiner Rückkehr in den Fuchsbau. Von Frank Noack

Die Eishockey-Arena in Weißwasser erlebte am Samstagabend eine schwarz-rot-goldene Premiere: 2750 Zuschauer sahen im ausverkauften Fuchsbau den ersten Heim-Auftritt der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft 48 Tage nach der sensationellen Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Im Testspiel gegen die Slowakei im Rahmen der Euro Hockey Challenge 2018 unterlag das DEB-Team von Bundestrainer Marco Sturm gegen die Slowakei mit 1:2 nach Penaltyschießen.

Den meisten Beifall von den Fans im Fuchsbau bekam wie erwartet Dustin Strahlmeier. Der Torhüter von den Wild Wings Schwenningen spielte von 2012 bis 2014 in Weißwasser. Strahlmeier hatte am vergangenen Samstag beim 4:3-Testspielsieg nach Verlängerung in Russland sein Debüt im DEB-Team gefeiert und gehört damit zum Kandidatenkreis für die anstehenden Weltmeisterschaft in Dänemark (4. Bis 20. Mai).

In Weißwasser saß der 25-Jährige bei seinem „Heimspiel“ allerdings erst einmal auf der Bank. Nach 32 Minuten löste Strahlmeier dann Mathias Niederberger im deutschen Tor ab und wurde von den Füchse-Fans mit den gewohnten „Dustin, Dustin“-Sprechchören gefeiert.

Und auch Strahlmeier fühlte sich wohl bei der Rückkehr in den Fuchsbau. „Ich habe mich sehr auf das Spiel in Weißwasser gefreut. Wenn man ins Spiel reinkommt und dann so begrüßt wird, da geht der Puls schon etwas höher“, erklärte Strahlmeier. „Es freut mich, dass ich hier immer noch so willkommen bin. Es hat riesen Spaß gemacht, wieder in Weißwasser zu spielen.“

Eishockey-Länderspiel in Weißwasser FOTO: Thomas Heide

Bei bester Eishockey-Stimmung tat sich das DEB-Team allerdings schwer, den kompakten Abwehrriegel der Slowaken zu knacken. In der 26. Minute hatte die deutsche Manschaft Glück, als Michal Cajkovsky nur den Pfosten traf. Strahlmeier sah nach seiner Einwechslung dann den kuriosen Führungstreffer durch Nicolas Krämmer in der 39. Minute. Krämer traf zunächst die Latte. Von dort sprang der Puck in die Höhe und dann vom Körper des slowakischen Goalies ins Tor. In der 44. Minute gelang David Buc der Ausgleich. Den entscheidenden Penalty verwandelte Martin Bakos gegen Strahlmeier.

Marco Sturm zog nach dieser Niederlage ein kritisches Fazit: „Es war ein enttäuschendes Spiel von uns. Es war von der ersten bis zur letzten Minute nicht das Spiel, das wir spielen wollten. Immerhin haben wir es in die Verlängerung geschafft. Dort hatten wir dann auch noch einige Chancen, das Spiel zu gewinnen. Letztlich war die Slowakei aber besser.“

Bei den beiden Testspielen gegen die Slowakei in Weißwasser und am Sonntag in Dresden (17 Uhr/Live in Sport1) setzt Sturm auf insgesamt neun Neulinge. In Torhüter Timo Pielmeier (Ingolstadt) und Verteidiger Björn Krupp (Wolfsburg) gehören zwar inzwischen auch zwei Silbermedaillengewinner von Pyeongchang zum Kader. Das Duo kam aber am Samstagabend in Weißwasser noch nicht zum Einsatz. Die Olympioniken der in den Playoff-Halbfinals ausgeschiedenen Teams aus Köln und Mannheim sollen erst in der kommende Woche dazustoßen.

Zudem fehlen insgesamt zehn weitere Silber-Gewinner aus München und Berlin. Sie stehen sich in der DEL-Finalserie gegenüber. Spiel eins gewannen am Freitagabend die Eisbären beim amtierenden Meister mit 4:3. Spiel zwei findet am Sonntag in Berlin statt.

Die Lücke im deutschen Kader schließen derzeit vor allem die jungen Spieler - zum Beispiel Torhüter Dustin Strahlmeier.

Deutschland – Slowakei 1:2 n.P. (0:0, 1:0, 0:1/0:1)
Tore: 1:0 Krämmer (39.), 1:1 Buc (44.), 1:2 Bakos (65.); Schiedsrichter: Bauer/Steinecke; Zuschauer: 2750 (ausverkauft); Strafminuten: 8/6.