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Eishockey
Ein Punkt und zwei freie Tage für die Füchse

Verteidiger Roberto Geiseler (r.) traf für die Füchse in Kassel.
Verteidiger Roberto Geiseler (r.) traf für die Füchse in Kassel. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse sind mit einer Niederlage nach Verlängerung beim Tabellendritten Kassel in den Weihnachts-Marathon gestartet. Als Belohnung für den Punktgewinn gibt es zwei Tage frei. Weiter geht es am Dienstag mit dem Derby gegen Crimmitschau – vor ausverkaufter Halle in Weißwasser. Von Frank Noack

Diese Ausbeute kann sich sehen lassen. Die Lausitzer Füchse haben am Freitagabend beim Tabellendritten Kassel Huskies immerhin einen Punkt erobert. Als Belohnung gab es nach der 3:4-Niederlage nach Verlängerung zwei Tage frei. „Die Jungs können jetzt erst mal zwei Tage Luft holen und dann trainieren wir ab Montag wieder. Wir freuen uns schon auf das Derby gegen Crimmitschau“, erklärt Trainer Robert Hoffmann. Weißwasser bleibt auf Rang 12 der DEL2-Tabelle.

Die Füchse erwischten vor 3054 Zuschauern in Kassel einen Traumstart. Philipp Kuschel traf bereits nach drei Minuten zur 1:0-Fürung. In der 7. Minute erhöhte Roope Ranta auf 2:0. Kassel machte zwar das Spiel, aber Weißwasser war zunächst das effektivere Team. Trainer Hoffmann hatte einen breiten Kader zur Verfügung. Auch die Förderlizenzspieler Vincent Hessler und Charly Jahnke von den Eisbären Berlin waren an Bord. Mit Marius Stöber fehlte nur ein einziger Spieler wegen einer Verletzung. Er ist nach seiner Fußblessur wahrscheinlich Anfang des neuen Jahres wieder einsatzbereit.

Hoffmann hatte die Reihen erneut umgestellt. Charly Jahnke stürmte in der ersten Reihe mit Roope Ranta und Jeff Hayes. Die Füchse stemmten sich mit vier Sturmreihen den Huskies entgegen. Die Zwei-Tore-Führung hielt bis Anfang des dritten Drittels. Marco Müller (22.) und Liga-Topscorer Braden Pimm (43.) trafen für Kassel.

Aber die Füchse schlugen zurück. In der 50. Minute sorgte Roberto Geiseler für die erneute Führung. Er traf durch die Beine von Mirko Pantkowski, der in der vergangenen Woche zum besten Torhüter der U20-Weltmeisterschaft in Frankreich gewählt wurde. Die Füchse standen in dieser Phase gut in der Abwehr und fuhren immer wieder gefährliche Konter. In der 52. Minute erzielte Kassel trotzdem den 3:3-Ausgleich durch Jens Meilleur – allerdings war der Treffer umstritten und wurde erst nach dem Videobeweis durch die Schiedsrichter gegeben.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit erhöhte der Favorit dann noch einmal den Druck. Bei zwei Pfostentreffern hatten die Füchse das Glück auf ihrer Seite. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Ende der Verlängerung. In der 65. Minute traf erneut Topscorer Braden Pimm für Kassel.

Der strapaziöse Weihnachts-Marathon geht für die Füchse schon am Dienstag mit dem Heim-Derby gegen die Eispiraten Crimmitschau weiter. Die Partie beginnt um 17 Uhr und ist bis auf wenige Restkarten im Stehplatzbereich schon seit Tagen ausverkauft.

Die Ansetzungen bis zum Jahreswechsel: Dienstag: Lausitzer Füchse – Crimmitschau (17 Uhr), Donnerstag: Frankfurt – Lausitzer Füchse (19.30 Uhr); Samstag: Lausitzer Füchse – Bietigheim (17 Uhr).

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Es war ein harter Kampf. Wir sind gut in das Spiel reingekommen. Mit dem ersten Drittel war ich sehr zufrieden. Aber wir wussten natürlich, dass wir gegen ein Top-drei-Team der Liga spielen und Kassel mit Vollgas kommen würde. Im zweiten Drittel hatten wir etwas Glück, dass wir mit der Führung in die Pause gehen. Im letzten Drittel ging es hin und her. Der Punkt ist wichtig, er wird uns weiterhelfen.“

Rico Rossi (Kassel): „Hut ab vor ‚Hoffi‘ und seiner Mannschaft. Sie haben gut verteidigt. Der Torwart war überragend. Es war ein schwerer Kampf.“

Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 4:3 n.V. (0:2, 1:0, 2:1/1:0)
Tore: 0:1 Kuschel (3.), 0:2 Ranta (7.), 1:2 Müller (22.), 2:2 Pimm (43.), 2:3 Geiseler (50.) 3:3 Meilleur (52.), 4:3 Pimm (65.); Schiedsrichter: Apel/Gavrilas; Zuschauer: 3054; Strafminuten: 2/10 + 10 (Mücke).

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