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| 10:41 Uhr

Eishockey
Strahlmeier über Weißwasser und Boutin: „Job weggenommen“

Weißwasser. Dustin Strahlmeier (25) stand drei Jahre bei den Lausitzer Füchsen unter Vertrag. Am Samstag kehrte er als Keeper der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft beim Testspiel gegen die Slowakei (1:2 n.P.) nach Weißwasser zurück. Im Interview erklärt Strahlmeier, wie wichtig die drei Jahre für seine Karriere waren. Von Frank Noack
Dustin Strahlmeier war im Penaltyschießen gefordert.
Dustin Strahlmeier war im Penaltyschießen gefordert. FOTO: Thomas Heide

Dustin Strahlmeier, wie haben Sie die Rückkehr in den Fuchsbau nach Weißwasser erlebt?

Ich habe mich sehr auf das Spiel in Weißwasser gefreut. Wenn man dann erst nach der Hälfte des Spiels reinkommt, ist das etwas schwer. Aber, wenn man so begrüßt wird, da geht der Puls schon höher. Es freut mich, dass ich hier immer noch so willkommen bin. Es hat riesen Spaß gemacht, wieder hier zu spielen.

Nach dem Spiel wurden sie von den Fans gefeiert. Die Ehrenrunde gehört bei Ihnen in Weißwasser immer dazu, oder?

Na ja, die anderen Spieler aus dem Team haben hier ja keine drei Jahre verbracht. Aber ich habe früher schon immer gern mit den Fans kommuniziert. Oder war eben eine Runde länger auf dem Eis. Das habe ich beibehalten. Ich habe Weißwasser in guter Erinnerung. Es war schön, wieder herzukommen.

Eishockey-Länderspiel in Weißwasser FOTO: Thomas Heide

Wie wichtig war die Zeit in Weißwasser für Ihre Karriere?

Im ersten Jahr wurde ich ja nach Jonsdorf ausgeliehen, dann kam der Wechsel nach Bietigheim, dann zwei Jahre Weißwasser. Es war der erste Schritt, ich konnte ich mich zeigen. Gerade im zweiten Jahr in Weißwasser habe ich viel gespielt. Nach diesem guten Jahr war es dann schwer, DEL-Angote abzulehnen. Ganz wichtig in Weißwasser war für mich auch Jonathan Boutin.

Dabei waren Sie doch Konkurrenten im Tor der Füchse. Erzählen Sie!

Ich habe damals ja in Bietigheim gespielt und habe zu ihm gesagt: ,Bouts, ich komme nur nach Weißwasser, wenn du Torwart-Training mit mir machst!‘ Er hat gesagt: ,Gut, machen wir.‘ Ich habe auch jetzt immer noch guten Kontakt zu ihm. Wir haben in den vergangenen beiden Jahren einige Male gegeneinander gespielt. Er meinte mal zu mir: ,Es war der größte Fehler, dass ich dir damals so viel gezeigt habe. Du hast mir einfach den Job weggenommen.‘ Aber im Ernst: Es ist kein böses Blut zwischen uns.

Und wie fühlt es sich an, jetzt Nationalspieler zu sein?

Das ist es, worauf ich in den vergangenen Jahren hingearbeitet habe. Dieses Jahr lief super für mich. Als der Anruf kam, dass ich dabei bin, war die Freude riesig. Und jetzt will man natürlich nicht gehen und den Platz freimachen für jemand anderen. Deshalb ist jede Minute auf dem Eis und auch daneben sehr wichtig. Die Jungs sind super drauf und mit dem Herzen dabei, es macht riesen Spaß.