| 20:04 Uhr

Eishockey
Füchse mit Herz – aber ohne Punkte

André Mücke attackiert das Eislöwen-Tor von Keeper Marco Eisenhut.
André Mücke attackiert das Eislöwen-Tor von Keeper Marco Eisenhut. FOTO: Thomas Heide
Dresden. Weißwasser verliert das Sachsenderby in Dresden nach großem Kampf mit 2:4. Am Sonntag steigt das wichtige Kellerduell gegen Bayreuth. Von Frank Noack

Die Lausitzer Füchse zeigten viel Herz im Sachsenderby gegen die Eislöwen Dresden und kämpften sich immer wieder ran. Am Ende gingen sie trotzdem leer aus. 4:2 setzten sich am Freitagabend die favorisierten Gastgeber vor 4412 Zuschauern in der ausverkauften Energieverbund-Arena durch. Weißwasser bleibt nach der ersten Niederlage unter dem neuen Cheftrainer Robert Hoffmann in der DEL2 auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Hoffmann als bisheriger Co-Trainer hatte die Füchse am vergangenen Wochenende gleich zu zwei Siegen geführt. Am Mittwoch wurde er dann zum Chefcoach befördert. Er tritt die Nachfolge des überraschend zurückgetretenen Hannu Järvenpää an, der jetzt in Ungarn arbeitet.

Bei den Füchsen kehrte Verteidiger Steven Bär nach überstandener Verletzung ins Team zurück. Dafür fehlten die drei Förderlizenzspieler von den Eisbären Berlin. Sie sind ab Sonntag bei der U20-Weltmeisterschaft für Deutschland im Einsatz.

Die Gäste starteten gut in dieses Derby. Weißwasser hatte im ersten Drittel die besseren Chancen. Bei 5:4-Überzahl verpasste erst Jeff Hayes, kurz danach Anders Eriksson die Führung. Der erste Treffer fiel allerdings auf der anderen Seite – ausgerechnet durch Ex-Fuchs Steven Hanusch. Sein Schuss rutschte über die Schulter von Torhüter Maximilian Franzreb ins Netz (1:0/19.).

Der Start ins zweite Drittel ging aus Füchse-Sicht gründlich daneben. Tadas Kumeliauskas scheiterte in der 21. Minute zwar mit einem Penalty an Franzreb. Aber Matt Siddall erhöhte auf 2:0 für Dresden (24.). Füchse-Trainer Hoffmann reagierte mit einer Auszeit. Roope Ranta nutzte eine Weißwasseraner Überzahl zum 1:2 (31.). In der 39. Minute verpasste der Finne in Überzahl nur knapp den Ausgleich.

Trotz des dritten Eislöwen-Treffers durch Nick Huard (44.) gaben sich die Füchse nicht geschlagen. Chris Owens konnte verkürzen und machte mit dem 2:3 (47.) die Partie wieder spannend. Erneut Kumeliauskas sorgte mit dem Schuss ins leere Tor für den 4:2-Endstand.

Am Sonntag erwarten die Füchse den Tabellennachbarn EHC Bayreuth zum Kellerduell. Die Partie beginnt um 17 Uhr. Dann benötigt Weißwasser neben dem Herz allerdings auch Punkte.

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Wir sind gut reingekommen, das erste Drittel war absolut okay. Im zweiten Drittel waren wir zunächst nicht ganz da. Da haben wir nicht das gespielt, was ich mir vorstelle. Danach kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles versucht. Leider haben wir zu wenig Tore geschossen.“
Franz Steer (Dresden): „Die ersten zehn Minuten im zweiten Drittel waren unsere beste Phase. Es war ein sehr enges Spiel. Weißwasser ist sehr kampf- und laufstark aufgetreten. Aber wir haben halt die Tore geschossen.“

Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
Tore: Hanusch (19.), 2:0 Siddall (24.), 2:1 Ranta (31.), 3:1 Huard (44.), 3:2 Owens (47.), 4:2 Kumeliauskas (59.); Schiedsrichter: Apel/Westhaus; Zuschauer: 4412; Strafminuten: 6/10.

Komplette Statistik