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| 14:44 Uhr

Eishockey
Füchse wollen ohne Umweg zum Klassenerhalt

Jeff Hayes (r.) trug in der vergangenen Saison den Goldhelm des Topscorers.
Jeff Hayes (r.) trug in der vergangenen Saison den Goldhelm des Topscorers. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse starten am Freitag in die DEL2-Saison. Die Pre-Playoffs sind das Ziel für Weißwasser – mindestens. Von Frank Noack

Neuer Trainer, neuer Kapitän – aber das Ziel der Lausitzer Füchse für die am Freitag startende Saison in der DEL2 ist altbekannt: Die Vorgabe für Coach Corey Neilson und sein Team lautet Klassenerhalt in der zweithöchsten Spielklasse. Geht es nach Geschäftsführer Dirk Rohrbach, dann darf es aber gern auch etwas mehr sein. „Wir konnten den Großteil der Leistungsträger halten, außerdem haben wir punktuell nachgebessert. Wir gehen also mit einem verstärkten Kader in die Saison“, betont Rohrbach.

In der vergangenen Spielzeit hatten die Füchse erst über den Umweg Playdowns in sieben Partien gegen Bayreuth den Klassenerhalt geschafft. Auf diesen „Nervenkitzel“ (Rohrbach) will der Geschäftsführer diesmal verzichten. Er peilt Rang zehn an – mindestens: „Unser Ziel ist es, die Pre-Playoffs zu er­reichen. Wenn wir von größeren ­Verletzungen verschont bleiben, dann können wir vielleicht auch auf den 6. Platz schauen.“

Der neue Coach Corey Neilson wird am Freitagabend beim Heim-Auftakt gegen die Wölfe Freiburg (Beginn um 19.30 Uhr) erstmals in einem Pflichtspiel bei den Füchsen hinter der Bande stehen. Am Sonntag geht es zum Derby nach Crimmitschau (17 Uhr). Der 42-jährige Kanadier hatte erst 15 Tage vor dem Start in die Saisonvorbereitung den Trainerjob als Nachfolger von Robert Hoffmann übernommen und bevorzugt eine komplett andere Philosophie als sein Vorgänger. „Ich musste mir viele neue Namen merken, die Spieler mussten ein neues Konzept lernen“, erklärt Neilson. „Ich bin zufrieden mit den Fortschritten, aber es ist natürlich noch Raum für Verbesserungen.“ ­In den Testspielen gab es sieben Niederlagen und zwei Siege.

Neilsson kann sich auf eine gut funktionierende Mannschaft stützen. Mit Jordan George und Steve Saviano bekam er auch noch zwei Wunschspieler als Verstärkung. Als Kapitän wird Anders Eriksson die Füchse auf das Eis führen. Er tritt die Nachfolge von André Mücke an, der seine Karriere beendet hat. „Als älterer Spieler möchte ich Vorbild für die jungen Spieler sein. Ich werde nach und nach in die Kapitäns-Rolle ­hineinwachsen“, sagt Eriksson.

Trotz eines Etats von geschätzten 2,4 Millionen Euro und einer laut Rohrbach  „guten wirtschaftlichen Basis“ ist aber auch ein gewisser Druck da. Denn einen Umbau während der Saison wie im Vorjahr kann und soll es diesmal auf keinen Fall geben. Damals wurden nicht nur mehrere Spieler ausgetauscht, sondern auch Trainer Hannu Järvenpää verließ den Fuchsbau. Der Klassenerhalt erforderte also letztlich mehr Investitionen als ursprünglich geplant. „Wir haben diesmal nicht so einen großen Spielraum, um so viel zu tauschen wie im vergangenen Jahr“, kündigte Rohrbach an. ­

Diesmal soll es ohne Umweg zum Klassenerhalt gehen. 

FOTO: LR / Schubert