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| 19:15 Uhr

Weißwasser gewinnt Heimspiel gegen Kaufbeuren
Füchse mit Knallstart weiter auf Platz drei

 Kaufbeurens Torhüter Michael Güßbacher kassierte in der 1. Minute zwei Gegentreffer.
Kaufbeurens Torhüter Michael Güßbacher kassierte in der 1. Minute zwei Gegentreffer. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser überrumpelt den ESV Kaufbeuren schon in der Startphase und gewinnt 6:3. Das Heimrecht in den Playoffs der DEL2 wird immer realistischer. Von Frank Noack

Eine Niederlage und ein Heimsieg mit einem echten Knallstart: Das ist die Bilanz der Lausitzer Füchse in den beiden Spitzenspielen der DEL2 an diesem Wochenende. Nach dem 1:5 am Freitag bei Spitzenreiter Löwen Frankfurt gewann Weißwasser am Sonntag zu Hause gegen den ESV Kaufbeuren 6:3 und verteidigte den 3. Tabellenplatz. Zwei ganz schnelle Tore stellten die Weichen bereits frühzeitig auf Sieg.

Was diese drei Wochenend-Punkte wert sind, wird sich in den verbleibenden sechs Spielen der Hauptrunde zeigen. Platz vier und damit das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale ist das erklärte Ziel der Füchse. Der Vorsprung auf Rang fünf beträgt fünf Punkte.

Sowohl Weißwasser als auch der Tabellenfünfte Kaufbeuren gingen am Sonntagabend erheblich dezimiert auf das Eis. Bei den Füchsen fehlten insgesamt sechs Spieler. Dafür gab es Unterstützung aus Berlin durch Torhüter Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler. Kaufbeuren musste unter anderem ohne Stammtorhüter Stefan Vajs sowie den langzeitverletzte Kapitän Sebastian Osterloh auskommen.

Die 2513 Zuschauer im Fuchsbau erlebten eine denkwürdigen Startphase – und Gäste-Keeper Michael Güßbacher in seinem ersten Zweitliga-Spiel einen echten Albtraum. Der 23-Jährige ist normalerweise die Nummer drei im Tor der Allgäuer. Bereits in der 1. Minute kassierte er zwei Gegentreffer. Nach 38 Sekunden traf Feodor Boiarchinov zum 1:0, nach 56 Sekunden erhöhte Steve Saviano auf 2:0. Was für ein Knallstart der Füchse!

Güßbacher ging danach sofort vom Eis, obwohl noch nicht einmal eine Minute gespielt war. Auch der eingewechselte Marc-Michael Henne musste noch im 1. Drittel hinter sich greifen. Anders Eriksson erzielte das 3:0 (14.).

Die Vorentscheidung? Nein! Weil die Gäste im 2. Drittel dank ihres effektiven Überzahlspiels wieder herankamen. Zwei der drei Kaufbeurer Tore fielen bei numerischer Überlegenheit. Die Füchse verloren nicht nur ihre Linie, sondern taten sich auch in Überzahl deutlich schwerer. Immerhin sorgten Mychal Monteith (23.) und Charlie Jahnke (33.) mit ihren Toren dafür, dass die Partie nicht kippte. 5:3 hieß es nach dem 2. Drittel.

Im letzten Drittel hatte Weißwasser dann Glück, dass nach einem Videobeweis nicht auf Tor entschieden wurde. Trotz des Knallstarts mussten die Füchse noch einmal zittern. Denn Kaufbeuren wurde immer stärker. Erst mit dem 6:3 durch Vincent Hessler in der 49. Minute waren die Allgäuer geschlagen.

Bei der 1:5-Niederlage am Freitagabend in Frankfurt waren die Füchse im Duell mit dem Tabellenführer sogar in Führung gegangen. Jordan George war in der 12. Minute erfolgreich. Frankfurt hatte allerdings schon in dieser Phase mehr vom Spiel. Mit zwei Toren im 2. Drittel und drei Toren im 3. Drittel holten sich die Hessen den unter dem Strich verdienten Heimdreier. Speziell vor dem gegnerischen Tor war Frankfurt das entschlossenere Team, sodass die Füchse auch im vierten Saisonspiel gegen diesen Kontrahenten als Verlierer vom Eis gingen.

Andreas Brockmann (Trainer ESV Kaufbeuren): „Wenn man nach einer Minute schon 0:2 zurückliegt und kurz danach sogar 0:3, dann ist es schwer zu gewinnen. Das soll keine Entschuldigung sein. Im 2. und 3. Drittel haben wir gut mitgespielt, leider aber unsere Chancen nicht genutzt.“

Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Es war ein gutes Spiel. Wir haben natürlich von unserem schnellen Start profitiert. Für die Torhüter war es kein guter Abend. Man muss nahezu perfekt spielen, um Teams wie Kaufbeuren zu schlagen. Heute hat es gut funktioniert.“

Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren 6:3 (3:0, 2:3, 1:0)

Tore: 1:0 Boiarchinov (1.), 2:0 Saviano (1.), 3:0 Eriksson (14.), 4:0 Monteith (23.), 4:1 Stach (23.), 4:2 Blomqvist (31.), 5:2 Jahnke (33.), 5:3 Oppolzer (35.), 6:3 Hessler (49.); Schiedsrichter: Apel/Falten; Zuschauer: 2513; Strafminuten: 10/12.

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken am Freitag um 19.30 Uhr.

Komplette Statistik

Lausitzer Füchse - ESV Kaufbeuren FOTO: Thomas Heide