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| 17:20 Uhr

Eishockey
Lausitzer Füchse müssen ins Zitter-Finale

FüchseTorhüter Maximilian Franzreb schaut hier dem Puck hinterher.
FüchseTorhüter Maximilian Franzreb schaut hier dem Puck hinterher. FOTO: Thomas Heide
Bayreuth. Die Lausitzer Füchse müssen weiter um den Klassenerhalt in der DEL2 zittern. Nach der Niederlage in Bayreuth kommt es am Dienstag zum siebten und entscheidenden Duell in Weißwasser. Die Stimmung ist schon jetzt aufgeheizt. Von Frank Noack

Diese Zitterpartie hätten die Lausitzer Füchse sich und ihren Fans gern erspart. Sie verloren am Sonntag bei den Bayreuth Tigers 2:4 und konnten damit den ersten Matchball um den Klassenerhalt in der DEL2 nicht nutzen. Beide Teams haben jetzt jeweils drei Siege auf ihrem Konto. Das siebten und entscheidende Spiel dieser Playdown-Serie steigt am Dienstagabend in Weißwasser (Beginn um 19.30 Uhr).

Vor 2092 Zuschauern in Oberfranken fiel die Vorentscheidung im zweiten Drittel, als die Gäste eine 5:3-Überzahl nicht nutzen konnten. Danach wurde der Außenseiter aus Bayreuth stärker und holte sich mit dem verdienten Heimsieg den Ausgleich in dieser extrem engen Playdown-Serie.

Bei den Füchsen fehlten erneut die verletzten Feodor Boiarchinov, Marius Stöber und Vincent Hessler. Bayreuth musste wie schon in den vorangegangenen Spielen dieser Playdown-Serie wieder auf seinen Hauptrunden-Topscorer Eric Chouinard verzichten. Tigers-Keeper Tomas Vosvrda, der am Freitag vorzeitig das Eis verlassen hatte, stand dagegen wieder zwischen den Pfosten.

Und auch diesmal ging es wieder sehr eng zu auf dem Eis. Beide Teams gingen keinen Zweikampf aus dem Eis. Nach dem torlosen ersten Drittel wurde es dann richtig dramatisch. Erst schoss Artur Tegkaev die Gäste in der 29. Minute in Führung. Verteidiger Chris Owens kurvte hinter das Tor und brachte dann die Flanke genau zu Tegkaev, der aus kurzer Distanz traf. In der 32. Minute erzielte Michal Bartosch den 1:1-Ausgleich. Die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Tor, überprüften die Szene dann jedoch noch einmal mit dem Videobeweis, ob ein Schlittschuh-Treffer vorliegt. Letztlich gaben sie das Tor von Bartosch. Beinahe im Gegenzug hatte Roope Ranta die erneute Füchse-Führung auf dem Schläger. Er scheiterte aber an Vosvrda.

Obwohl Bayreuth nach dem Ausgleichstreffer besser ins Spiel kam, hatten die Füchse kurz vor der zweiten Drittelpause mehrere Chancen für den zweiten Treffer. Sie konnten aber eine 5:3-Überzahl, die 1:30 Minute dauerte, nicht nutzen.

Kurz nach Wiederbeginn traf Ivan Kolozvary den Pfosten des Weißwasseraner Tores (42.). In der 44. Minute erzielte Kolozvary dann aber doch das 2:1. Anthony Luciani (3:1/54.) und Andreas Geigenmüller (4:1/57.) bauten den Bayreuther Vorsprung weiter aus. Von den Füchsen kam im letzten Drittel zu wenig. Ihnen gelang kurz vor Schuss nur noch das 2:4 durch Roope Ranta (60.).

Am Freitagabend waren die Füchse zu einem 3:0-Heimsieg gekommen und hatten sich damit den ersten Matchball erarbeitet. Nun stehen sich beide Teams am Dienstag in Weißwasser erneut gegenüber - es ist das definitiv letzte Spiel dieser Serie. Brisanz ist also vorprogrammiert. Dafür sorgten auch die vielen Prügeleien am Ende des Sonntag-Spiels ins Bayreuth. Roberto Geiseler und Anthony Luciani kassierten jeweils Spieldauerdisziplinarstrafen.

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Es war wieder ein enges Spiel - wie immer in dieser Serie. Im 1. Drittel waren unsere Jungs nach meinem Gefühl nicht wirklich bereit. Im 2. Drittel haben wir besser ins Spiel gefunden. Bei unserer 5:3-Überzahl hatten wir nicht wirklich Zugriff. Damit hatte Bayreuth das Momentum. Heute hat jene Mannschaft gewonnen, die den größeren Willen auf das Eis gebracht hat.“

Sergej Waßmiller (Bayreuth): „Mein Kollege hat das sehr gut analysiert. Jedes Spiel ist spannend, Kleinigkeiten machen den Unterschied aus. Heute haben wir mehr Tore geschossen. Am Dienstag in Spiel sieben müssen wir wieder bereit sein.“

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)

Tore: 0:1 Tegkaev (29.), 1:1 Bartosch (32.), 2:1 Kolozvary (44.), 3:1 Luciani (54.), 4:1 Geigenmüller (57.), 4:2 Ranta (60.); Schiedsrichter: Gogulla/Melia; Zuschauer: 2092; Strafminuten: 12 + 5 + Spieldauerdisz. (Luciani) / 14 + 5 + Spieldauerdisz. (Geiseler).

Playdown-Stand (best of seven): 3:3

Das siebte und letzte Spiel: Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers am Dienstag um 19.30 Uhr.

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