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| 19:15 Uhr

Eishockey
Füchse kassieren Pling-Plong-Niederlage

Maximilian Franzreb spielte am Wochenende erstmals in dieser Saison für die Füchse.
Maximilian Franzreb spielte am Wochenende erstmals in dieser Saison für die Füchse. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser verliert auch gegen DEL2-Meister Bietigheim. Ausgerechnet mit Rückkehrer Maximilian Franzreb im Tor gibt es eine wahre Gegentreffer-Flut am Wochenende. Von Frank Noack

Erst machte es pling, dann machte es plong. Wenn der Puck beim Eishockey gegen das Tor klatscht, kann das durchaus ganz unterschiedliche Geräusche verursachen. Und so unterschiedlich wie dieses Puck-Pling-Plong waren auch die Gefühlswelten der beiden Teams. Die Lausitzer Füchse hatten Pech, als gleich am Anfang ein Schuss gegen den Pfosten klatschte. Auf der anderen Seite traf Yannick Wenzel in der 9. Minute zur Führung für die Bietigheim Steelers. Sein Scharfschuss zischte über das Eis und landete mit einem lauten Plong am hinteren Torgestänge.

Den Ton gaben am Sonntagabend vor 2105 Zuschauern in der Weißwasseraner Eisarena zumeist die Gäste aus Beitigheim an. Der amtierende Meister der DEL2 setzte sich letztlich verdient mit 3:0 durch und verlängerte damit die Niederlagenserie der Füchse. Nach dem tollen Saisonstart und der überraschenden Tabellenführung hat das Team von Trainer Corey Neilson inzwischen bereits fünf Niederlagen in Serie kassiert.

Auch die Rückkehr des letztjährigen Stammkeepers Maximilian Franzreb von den Eisbären Berlin brachte die Füchse nicht zurück in die Erfolgsspur. Franzreb kam sowohl am Freitag beim 2:9-Debakel im Auswärtsspiel bei den Ravensburg Towerstars als auch zwei Tage später gegen Bietigheim zum Einsatz. Das Förderlizenz-Trio Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charlie Jahnke war dagegen erneut beim Hauptstadt-Club auf dem Eis. Jahnke erzielte dabei am Freitag beim 3:2-Heimsieg nach Penaltyschießen gegen Wolfsburg sein erstes DEL-Tor.

Beim Pling-Plong-Spiel in Weißwasser ließ Franzreb dann im zweiten Drittel einen Puck prallen – Bietigheims Norman Hauner traf zum 2:0 (25.) für die Gäste. Bietigheim war das reifere, aber auch effizientere Team. Die Füchse vergaben dagegen eine Vielzahl an Chancen - zum Beispiel Steve Saviano in der 43. Minute. Den 0:3-Endstand erzielte Matt McKnight in der 58. Minute.

Am Freitagabend hatten die Lausitzer Füchse mit dem 2:9 beim neuen Tabellenführer Ravensburg Towerstars sogar die höchste Niederlage in der laufenden Saison kassiert. Sie scheiterten auch gegen Ravensburg an der fehlenden Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Dabei gingen die Gäste in Oberschwaben bereits in der 3. Minute durch Cedric Schiemenz in Führung. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau, in dem Weißwasser dann allerdings auch zu viele Fehler in der Defensive machte und am Ende regelrecht abgeschossen wurde.

Nach 27 Minuten verließ Maximilian Franzreb frustriert das Eis. Aber auch mit Olafr Schmidt zwischen den Pfosten ergoss sich weiterhin eine regelrechte Torflut über die in der Defensive viel zu sorglosen Füchse.

Die ernüchternde Bilanz des Wochenendes gegen zwei Topteams der Liga: zwei Niederlagen und insgesamt zwölf Gegentore. Die Rückkehr von Maximilian Franzreb in den Fuchsbau haben sich alle Beteiligten ganz gewiss anders vorgestellt.

Hugo Boisvert (Bietigheim-Trainer): „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und damit, wie wir hier gespielt haben. Die Jungs waren trotz der langen Fahrt nach Weißwasser bereit und sind gut aus der Kabine gekommen. In Überzahl hätten wir das eine oder andere Tor mehr schießen können.“

Corey Neilson (Füchse-Trainer): „Es ist nicht schön, zu Hause 0:3 zu verlieren. Bietigheim ist eines der besten Teams der Liga. Wir haben oft zwei Mal überlegt, wo wir den Puck hinspielen sollen. Unsere Offensive war sehr ausrechenbar. Es war eines unser schlechtesten Spiele.“

Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Tore: 0:1 Wenzel (9.), 0:2 Hauner (25.), 0:3 McKnight (58.); Schiedsrichter: Steinecke/Westhaus; Zuschauer: 2105; Strafminuten: 16/14.

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Kassel Huskies am Freitag um 19.30 Uhr.

Komplette Statistik

Lausitzer Füchse - Bietigheim FOTO: