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| 19:01 Uhr

Eishockey
Füchse erhöhen Druck auf Crimmitschau – und Heilbronn

Jeff Hayes erzielt hier die 1:0-Führung der Füchse gegen Tomas Vosvrda
Jeff Hayes erzielt hier die 1:0-Führung der Füchse gegen Tomas Vosvrda FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Sechs-Punkte-Wochenende für die Lausitzer Füchse: Mit den Siegen in Dresden und gegen Bayreuth ist Weißwasser endgültig zurück im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt. Zwei Teams sind in Reichweite. Von Frank Noack

Das war ein bewegtes Wochenende für die Lausitzer Füchse im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt in der DEL2! Am Freitagabend jubelten sie über den 5:0-Derbysieg bei den Eislöwen Dresden. Am Sonntagmittag kam zunächst die erhoffte Nachricht der DEL2, dass die Eispiraten Crimmitschau die drei Punkte der ausgefallenen Partie gegen die Bietigheim Steelers nicht kampflos bekommen, sondern das Spiel für kommenden Dienstag neu angesetzt worden ist. Und am Abend setzten die Füchse dann Crimmitschau mit einem 3:1-Sieg gegen die Bayreuth Tigers weiter unter Druck, auch wenn dieser Dreier mit einigen Zittereinlagen verbunden war. Die Eispiraten gewannen am Abend ebenfalls mit 3:0 in Freiburg und liegen zwei Punkte vor Weißwasser. Sogar Heilbronn auf Rang neun ist mit nur noch drei Zählern Vorsprung in Reichweite.

Bei den Füchsen fehlte im vorletzten Heimspiel der Hauptrunde neben dem weiter verletzten Topscorer Anders Eriksson auch Ryan Warttig. Er hatte in Dresden eine Gehirnerschütterung erlitten und musste deshalb das Wochenende im Krankenhaus verbringen.

Vor 2232 Zuschauern starteten die Gastgeber praktisch von Dresden aus gleich in Richtung des nächsten Dreiers durch. Weißwasser setzte den Tabellenvorletzten aus Franken sofort unter Druck. In der 9. Minute schnappte sich Jeff Hayes entschlossen den Puck und ließ Gäste-Keeper Tomas Vosvrda keine Chance. Während die Füchse um Platz 10 kämpfen, geht es für Bayreuth nur noch darum, die Hauptrunde mit Anstand zu beenden und sich schon auf die Abstiegsrunde vorzubereiten. Trotz des blau-gelben Dauerdrucks stand es nur 1:0 nach dem 1. Drittel.

Die Füchse ließen danach aber in ihrer Konzentration nach, sodass Bayreuth besser ins Spiel und auch zu diversen Torchancen kam. Weißwasser benötigte einen erneut starken Maximilian Franzreb im Tor und auch Glück, um die knappe Führung in die zweite Drittelpause zu bringen.

FOTO: Thomas Heide
Lausitzer Füchse besiegen Bayreuth FOTO: Thomas Heide

Spielerisch lief in dieser Phase nicht viel zusammen. Auch der zweite Treffer fiel nach einer Einzelaktion. In der 45. Minute war Feodor Boiarchinov bei seinem Solo in Richtung Tor nur durch ein Foul zu stoppen. Den fälligen Penalty verwandelte Boiarchinov dann ganz sicher. Chris Owens erzielte zwar das 3:0 (48.), aber gewonnen war dieses Spiel immer rnoch nicht. Denn Sergej Stas verkürzte auf 1:3 (48.). Kurz danach traf Bayreuths Felix Linden nur den Pfosten. Am Ende wurde das Zittern jedoch mit drei Punkten belohnt.

Unterdessen hatte der Ausfall der Freitag-Partie zwischen Crimmitschau und Bietigheim auch in Weißwasser für viel Diskussionsstoff gesorgt. Der Mannschaftsbus der Steelers wurde auf dem Weg nach Westsachsen von der Polizei angehalten und durfte seine Fahrt nicht fortsetzen, weil offenbar Probleme beim Busunternehmer vorlagen. Nach Angaben der DEL2 ergab das Ermittlungsverfahren gegen Bietigheim aber, dass eine schuldhafte verspätete Anreise der Steelers nicht vorlag. Aus diesem Grund wurde das Spiel auf Dienstag um 20 Uhr neu terminiert. Andernfalls hätte Crimmitschau die drei Punkte kampflos bekommen.

FOTO: Thomas Heide

Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach zeigte sich erleichtert über diese Entscheidung der DEL2: „Die erhoffte und sportlich fairste Entscheidung ist eingetroffen.“

Bereits am Freitagabend hatten die Füchse mit ihren fünf Toren im Derby in Dresden für zusätzliche Spannung im Kampf um Platz 10 gesorgt. Es war der höchste Auswärtssieg für Weißwasser in der laufenden Saison – ausgerechnet gegen den Erzrivalen. Dabei hatten die Füchse den Favoriten mit zwei frühen Treffern geschockt. „Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht. Und wir sind cool geblieben, auch wenn Dresden alles versucht hat. Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, freute sich Trainer Robert Hoffmann.

FOTO: Thomas Heide

Sergej Waßmiller (Bayreuth): „Es war eine interessante Partie mit guter Defensivarbeit unserer Mannschaft. Und diese Stabilität brauchen wir auch, um überhaupt eine Chance auf Punkte zu haben. Bis zum Penalty hatten wir auch diesmal diese Chance. Wir haben sieben Leistungsträger zu Hause gelassen. Deshalb war das eine sehr ordentliche Leistung.“

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Dieser Sieg war harte Arbeit. Bayreuth ist gelaufen und hat geackert. Im 1. Drittel waren wir überlegen, aber nicht zwingend. Das 2. Drittel war nicht so, wie wir auftreten wollten. Im 3. Drittel haben wir kompakt gestanden. Das war mir wichtig. Der Penalty hat uns in Karten gespielt.“

Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
Tore: 1:0 Hayes (11.), 2:0 Boiarchinov (45.), 3:0 Owens (48.), 3:1 Stas (52.); Schiedsrichter: Lenhart/Ratz; Zuschauer: 2232; Strafminuten: 2/0.

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