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| 17:46 Uhr

Eishockey
Füchse: Große Mühe gegen Mini-Gegner

Roope Ranta (l.) war als Torschütze erfolgreich.
Roope Ranta (l.) war als Torschütze erfolgreich. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser bezwingt im Kellerduell der DEL2 den personell dezimierten EHC Bayreuth zwar mit 6:3. Aber die Fans müssen viel Geduld mit ihrem Team haben, ehe der wichtige Dreier feststeht. Von Frank Noack

Dieses Kellerduell war gleich in doppelter Hinsicht ein Pflichtsieg für die Lausitzer Füchse. Erstens, um den Anschluss zu den Pre-Playoff-Plätzen zu wahren. Und zweitens, weil die Gäste nur mit einem Mini-Kader in Weißwasser erschienen. Bayreuth hatte lediglich vier Verteidiger und sieben Stürmer zur Verfügung. Üblich ist eine Mindestbesetzung von sechs Verteidigern und neun Stürmern. Die Gastgeber mussten kurzfristig auf Torhüter Maximilian Franzreb verzichten, der zu den Eisbären Berlin abberufen wurde, weil Petri Vehanen beim DEL-Team nicht einsatzfähig ist.

Vor 1812 Zuschauern taten sich die Füchse allerdings schwer, die richtige Einstellung gegen den dezimierten Kontrahenten zu finden. Einige Unaufmerksamkeiten ermöglichten Bayreuth schon in der Startphase mehrere Möglichkeiten. Feodor Boiarchinov erzielte in der 8. Minute dann aber die Führung für Weißwasser.

Trotzdem blieb es ein zähes Spiel für die Füchse, die zunächst nicht an die ordentliche Leistung bei der 2:4-Niederlage am Freitagabend bei den Eislöwen Dresden anknüpfen konnten. Durch zwei Tore von Anthony Luciani in der 28.und 37. Minute gingen die Gäste sogar in Führung. In die Anfeuerungsrufe der Fans mischten sich jetzt auch die ersten dezenten Pfiffe.

Ebenfalls noch im zweiten Drittel gelang Weißwasser aber ein Doppelschlag durch Roope Ranta (2:2/39.) und Chris Owens (3:2/39.). Innerhalb von 33 Sekunden kämpften sich die Füchse zumindest vom Ergebnis her wieder in die Spur.

Im dritten Drittel fielen dann reichlich Tore. Christian Neuert erhöhte auf 4:2 (46.). Andreas Geigenmüller machte per Penalty die Partie wieder spannend (4:3/48.). Das 5:3 ging auf das Konto von Jeff Hayes (49.). Erst Topscorer Anders Eriksson beseitigte mit dem 6:3 (55.) die letzten Zweifel am Füchse-Sieg.

Die Geduld der Fans wurde also mit dem wichtigen Heimdreier belohnt. Am kommenden Freitag reist Weißwasser zum ESV Kaufbeuren (19.30 Uhr). Am Sonntag geht es dann gegen die Wölfe Freiburg (17 Uhr).

Sergej Waßmiller (Bayreuth): „Wir spielen schon seit mehreren Wochen mit elf, zwölf Spielern. Sie kämpfen und haben alles gegeben. Aber es reicht eben nicht. Zwei Reihen sind einfach zu wenig. Am Ende hat die Kraft gefehlt.“

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Respekt vor Bayreuth! Für elf Spieler ist es brutal schwer. Wir haben deshalb offenbar gedacht: ,Das wird schon.‘ So sahen dann auch die ersten 40 Minuten aus. Unsere Mannschaft kann sich das nicht erlauben. Danach haben wir konsequenter den Abschluss gesucht. Die Jungs konnten zum Glück den Schalter umlegen.“

Lausitzer Füchse – EHC Bayreuth 6:3 (1:0, 2:2, 3:1)
Tore:
1:0 Boiarchinov (8.), 1:1 Luciani (28.), 1:2 Luciani (37.), 2:2 Ranta (39.), 3:2 Owens (39.), 4:2 Neuert (46.), 4:3 Geigenmüller (48.), 5:3 Hayes (49.), 6:3 Eriksson (55.); Schiedsrichter: Kannengießer/Vogl; Zuschauer: 1812; Strafminuten: 6/10.

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