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| 21:43 Uhr

Weißwasser
Füchse-Kader zu klein für den Heimsieg

 Füchse-Stürmer Anders Eriksson (r.) verliert das Duell gegen Daniel Ketter.
Füchse-Stürmer Anders Eriksson (r.) verliert das Duell gegen Daniel Ketter. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die stark ersatzgeschwächten Lausitzer Füchse verlieren nicht nur das Heimspiel gegen Bad Nauheim, sondern auch ihren Torhüter durch eine bittere Verletzung. Jetzt dürfen sie erst einmal kurz pausieren. Von Frank Noack

Einen solchen Aderlass kann selbst der DEL2-Spitzenreiter nicht verkraften. Ohne sieben Stammspieler haben die Lausitzer Füchse am Freitagabend das Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 2:4 verloren. Vor 2503 Zuschauern wehrten sich die Gastgeber zwar tapfer, konnten die Niederlage aber nicht verhindern. An diesem Sonntag haben die Füchse frei, weil die Partie bei den Eislöwen Dresden vorgezogen worden ist. Angesichts der großen Personalsorgen dürfte diese Pause dem Überraschungs-Tabellenführer durchaus gelegen kommen.

Die gute Nachricht vor dem ersten Bully lautete: Ja, die Füchse haben eine Mannschaft für das Duell gegen das Team der Stunde in der DEL2 zusammenbekommen. Sage und schreibe sieben Spieler mussten aufgrund von Verletzungen pausieren. Neben den vier Langzeitverletzten fällt auch Joel Keussen aufgrund einer Viruserkrankung vorläufig aus. Topscorer Jeff Hayes und Chris Owens mussten ebenfalls passen. Von den Eisbären Berlin war lediglich Maximilian Adam dabei. Dafür feierte der erst 18-jährige Luis Rentsch sein Debüt im Profiteam.

Kurz vor Ende des 1. Drittels gab es die nächste Hiobsbotschaft. Torhüter Olafr Schmidt musste mit einer Schulterverletzung raus. Besonders bitter: Er zog sich die Verletzung zu, als er bei einer angezeigten Strafzeit gegen Bad Nauheim zur Bande fuhr. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1. Andrej Bires hatte die in den zurückliegenden zehn Spielen acht Mal siegreichen Gäste in der 9. Minute in Führung geschossen. Nur 48 Sekunden später traf Steve Saviano, der diesmal anstelle von Hayes den Goldhelm des besten Scorers trug, zum 1:1-Ausgleich (10.).

Aber die Gäste aus Bad Nauheim zeigten auch in der Folgezeit, dass sie nicht zufällig bis auf Tabellenplatz fünf nach oben geklettert sind. Sie hatten im 2. Drittel mehr Spielanteile und gingen durch Zach Hamill (2:1/22.) erneut in Führung.

Im letzten Drittel durfte Weißwasser zwar kurz über den 2:2-Ausgleich durch Cedric Schiemenz (44.), jubeln, aber die sehr diszipliniert auftretenden Gäste kamen umgehend zum 3:2. Torschütze war wieder Andrej Bires (45.). In der hektischen Schlussphase verpassten die Füchse mehrmals den Ausgleich, ehe Dustin Sylvester zum 4:2-Endstand (60.) traf.

Christof Kreutzer (Trainer Bad Nauheim): „Wir freuen uns, dass wir die drei Punkte mit auf den langen Heimweg nehmen können. Die Jungs haben hart dafür gearbeitet. Sind nicht gut reingekommen ins Spiel. Aber unser Powerplay hat gut funktioniert. “

Corey Neilson (Füchse-Trainer): „Wir haben trotz der vielen Ausfälle gut gespielt. Wir mussten natürlich das System ändern. Ich bin mit dem Aufwand und der harten Arbeit trotzdem zufrieden.“

Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)

Tore: 0:1 Bires (9.), 1:1 Saviano (10.), 1:2 Hamill (22.), 2:2 Schiemenz (44.), 2:3 Bires (45.), 2:4 Sylvester (60.); Schiedsrichter: Altmann/Noeller; Zuschauer: 2503; Strafminuten: 8/12.

Das nächste Spiel: Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse am Freitag um 19.30 Uhr.

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