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| 22:02 Uhr

Eishockey
Füchse siegen nach dramatischem Finale

Roope Ranta erzielte das Führungstor der Füchse in Bayreuth.
Roope Ranta erzielte das Führungstor der Füchse in Bayreuth. FOTO: Thomas Heide
Bayreuth/Weißwasser. Weißwasser gewinnt bei den Bayreuth Tigers 2:1 und gleicht in der Playdown-Serie um den DEL2-Klassenerhalt aus. Mit einer neuen Taktik kehrt gerade rechtzeitig der Erfolg zu den Füchsen zurück. Ein nicht gegebenes Tor sorgt für Diskussionen. Von Frank Noack

Diesmal war es zwar nicht so schön anzusehen, dafür aber erfolgreich – und das zählt nun mal in der Playdown-Runde. Die Lausitzer Füchse haben mit dem 2:1-Sieg bei den Bayreuth Tigers den Ausgleich in dieser Serie um den Klassenerhalt in der DEL2 geschafft. Beide Teams haben jetzt zwei Siege auf ihrem Konto. Spiel fünf findet am Freitag um 19.30 Uhr in Weißwasser statt.

Ganz wichtig: Durch den Sieg vor 1674 Zuschauern in Bayreuth haben sich die Füchse auch das Heimrecht im eventuell entscheidenden siebten Playdown-Spiel zurückgeholt.

Die Füchse mussten wie erwartet auf die verletzten Feodor Boiarchinov und Marius Stöber verzichten. Boiarchinov wurde im zweiten Spiel am Freitag durch einen Check verletzt, Stöber traf es am Sonntag in Spiel drei ebenfalls durch einen Check. Beide haben sich jeweils eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Dafür war diesmal Nachwuchsstürmer Philip Kuschel mit an Bord bei der Reise in Richtung Oberfranken. Auch Christian Neuert konnte auflaufen. Er hatte zuletzt über Oberschenkel-Beschwerden geklagt. Bei Bayreuth fehlt weiterhin Hauptrunden-Topscorer Eric Chouinard. Der angeblich verletzte Stürmer aus Kanada kam in den Playdowns noch nicht zum Einsatz. Weitere Details haben die Tigers bislang nicht genannt.

Bei den beiden jüngsten Niederlagen betrieben die Füchse zwar einen großen Aufwand, gingen aber trotzdem als Verlierer vom Eis, weil sie insbesondere in der Defensive zu viele Fehler machten. Die logische Konsequenz: Am Dienstagabend in Bayreuth wechselten die Gäste die Taktik und ließen Bayreuth anlaufen. Einen frühen Rückstand verhinderte vor allem Torhüter Maximilian Franzreb, der sowohl gegen Jan Pavlu (9.) und Anthony Luciani (11.) starke Paraden zeigte.

Ein Solo von Roope Ranta brachte den Gästen dann in der 16. Minute die Führung. Der kleine Finne kurvte durch die Tigers-Abwehr und ließ mit seinem Rückhandschuss auch Keeper Tomas Vosvrda keine Chance. Ohnehin waren die Füchse meistens dann gefährlich, wenn die erste Sturmreihe mit Ranta, Jeff Hayes sowie Artur Tegkaev auf dem Eis stand.

Auch im zweiten Drittel hatten die Gastgeber zwar mehr Spielanteile, aber in dieser Phase kaum Ideen. Und wenn der Puck doch mal in Richtung Füchse-Tor flog – dann war Franzreb zur Stelle. Gegen Ende des zweiten Drittels hatten dann auch die Füchse wieder einige gute Möglichkeiten.

Partie Nummer vier in dieser umkämpften Serie war kein Eishockey-Fest – dazu stand zu viel auf dem Spiel. Aber die Partie war extrem spannend. Erst traf Jeff Hayes zum 2:0 (49.). Sein Schuss prallte von der Schulter des Torhüters ins Netz. Antony Luciani verkürzte auf 1:2 (57.). Danach ging noch ein ­Bayreuther Puck an den Pfosten. Nach dem Video-Beweis entschieden die Schiedsrichter: kein Tor.

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Es war wieder sehr spannend. Wir haben heute etwas defensiver gespielt – das war unser Plan. Natürlich hat auch das Glück wieder eine Rolle gespielt. Aber das haben wir uns erarbeitet.“

Sergej Waßmiller (Bayreuth): „Es ist eine enge Serie. Heute haben wir uns einen Fehler mehr erlaubt als der Gegner, sodass Weißwasser zwei Tore zum Sieg reichen. Wir haben nur ein Tor geschossen. Unser zweites Tor war aus meiner Sicht aber klar hinter der Linie. Es ist also ein klares Tor nicht gegeben worden – ich bin sprachlos.“

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 1:2 (0:1, 0:0, 1:1)

Tore: 0:1 Ranta (16.), 0:2 Hayes (49.), 1:2 Luciani (57.); Schiedsrichter: Steinecke/Westhaus; Zuschauer: 1674; Strafminuten: 12/12 + 10 (Geiseler).

Playdown-Stand: 2:2

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers am Freitag um 19.30 Uhr.

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