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| 09:40 Uhr

Eishockey
„Gebt Vollgas, heute wird gesoffen!“

Trainer Robert Hoffmann gab den Feierbefehl für seine Spieler.
Trainer Robert Hoffmann gab den Feierbefehl für seine Spieler. FOTO: Thomas Heide
Nach dem erlösenden Sieg gegen Bayreuth startete die feucht-fröhliche Party. Die Lausitzer Füchse haben ausgelassen den Klasenerhalt gefeiert - auf dem Eis und in der Kabine. Von Frank Noack

Den Feierbefehl nach dem erlösenden Sieg der Lausitzer Füchse gab Trainer Robert Hoffmann vor laufender Kamera. „Ich bin stolz auf meine Jungs und überglücklich. Ich freue mich auch für unsere Fans“, erklärte Hoffmann in der Pressekonferenz und verkündete: „Heute wird richtig gesoffen, das könnt ihr mir glauben. Bitte gebt Vollgas!“

Vollgas mussten die Füchse zuvor auch auf dem Eis im siebten und entscheidenden Spiel gegen die Bayreuth Tigers um den Klassenerhalt in der DEL2 geben. Weißwasser setzte sich vor 2750 Zuschauern in der nahezu ausverkauften Eisarena zwar mit 6:3 durch. Die Entscheidung fiel allerdings erst im letzten Drittel, als die Gastgeber drei Tore erzielten.

Danach brachen die blau-gelben Dämme. Trainer Hoffmann stürmte auf das Eis und herzte jeden Spieler persönlich. Die Fans auf den Rängen feierten das Team - und vor allem Füchse-Urgestein Thomas Götz. Der 32-Jährige bestritt gegen Bayreuth sein letztes Spiel als Profi und beendet seine lange Karriere mit dem Klassenerhalt. „Ein Traum“, kommentierte Götz die finale Schlacht. Auch für Kapitän André Mücke (35) war es wohl das letzte Spiel im Füchse-Trikot.

Füchse-Party nach dem Klassenerhalt FOTO:

In der Kabine floss dann das Bier durch die durstigen Kehlen. Geschäftsführer Dirk Rohrbach hielt eine emotionale Dankesrede an die Mannschaft und sowie alle Betreuer und Helfer im Umfeld des Teams. „Männer, Jungs, es war eine brutale Runde. Bayreuth hat uns alles abverlangt. Aber die Moral hat gesiegt“, betonte Rohrbach. „Wir haben an uns geglaubt. Alle hier haben dazu beigetragen, dass wir die Klasse gehalten haben und dass wir nicht in die fucking scheiß 2. Runde müssen. Weißwasser lebt weiterhin in der 2. Liga. Darauf könne wir alle stolz sein.“ Zur Belohnung gab es vom Geschäftsführer noch 500 Euro in die Mannschaftskasse.

Danach kehrte das Team nochmal auf das Eis zurück, denn die Zuschauer wollten an diesem glückseligen Abend einfach nicht nach Hause gehen. Wie groß die Anspannung vor diesem entscheidenden Spiel war, verriet später Stürmer Feordor Boiarchinov im kleinen Kreis. „Ich persönlich war extrem nervös. So nervös, wie noch nie vor einem Spiel. Aber ich glaube, das ging nicht nur mir so“, schmunzelte Boiarchinov.

Kein Wunder, dass auch die Mannschaft den Feierbefehl von Trainer Hoffmann dankbar aufnahm. Sie gab - wie gefordert - auch lange nach dem Spiel noch Vollgas.