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| 21:55 Uhr

Eishockey
Füchse verschlafen Start ins Eishockey-Jahr

 Füchse-Kapitän Anders Eriksson und seine Teamkollegen wirkten am Mittwoch etwas müde.
Füchse-Kapitän Anders Eriksson und seine Teamkollegen wirkten am Mittwoch etwas müde. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Das war ein Fehlstart ins neue Eishockey-Jahr: Weißwasser verliert nach schwacher Leistung mit 1:2 in der Overtime gegen die Bayreuth Tigers. Am Freitag gibt es ein Topspiel im Fuchsbau. Von Jan Lehmann

Die Lausitzer Füchse haben am Mittwoch den Start ins neue Eishockey-Jahr verschlafen. Die Mannschaft von Trainer Corey Neilson verlor nach einer insgesamt schwachen Leistung mit 1:2 nach Verlängerung (0:0, 0:0, 1:1, 0:1) gegen die Bayreuth Tigers.

Im sechsten Spiel innerhalb von zwölf Tagen wirkten die Füchse zwar engagiert, aber auch müde. Das war vor allem an den vielen Fehlabspielen zu erkennen. Immer wieder brachten sich die Weißwasseraner mit unkonzentrierten Pässen und unnötigen Puckverlusten selbst in Bedrängnis. Dem starken Füchse-Keeper Olafr Schmidt war es zu verdanken, dass Weißwasser nach den ersten beiden Dritteln noch kein Gegentor kassiert hatte. Der Schlussmann parierte immer wieder und hielt sein Team so im Spiel.

In der Offensive wurde den Füchsen von Bayreuth eine Neujahrs-Tore-Diät auferlegt. Nur selten geriet das Tor der Gäste ernsthaft in Gefahr. Kapitän Anders Eriksson und Topscorer Jeff Hayes kamen kaum zur Geltung, die beste Möglichkeit vergab Joel Keussen. Der Verteidiger hatte freie Schussbahn, zielte aber knapp am Gehäuse vorbei (27.). Fabian Dietz scheiterte in der 31. Minute ebenfalls aus guter Position.

Die 2731 Zuschauer im rappelvollen Fuchsbau wurden langsam ungeduldig als Weißwasser gleich zu Beginn des Schlussdrittels selbst in Überzahl keine vernünftige Einschussmöglichkeit herausspielen konnte. Das blau-gelbe Publikum ist in diesen Tagen eben Tore, Spektakel und Erfolge gewöhnt. Der Mittwochabend hingegen war das komplette Gegenteil davon. Gegen die gut organisierten Gäste fand Weißwasser einfach keine Lücke. Deren Trainer Petri Kujala hatte die Füchse offenbar ausgeguckt und ließ die Passwege immer wieder erfolgreich zustellen.

Die Füchse versuchten in der Schlussphase, noch einmal mehr Tempo aufzunehmen. Doch als Weißwasser dafür die Defensive etwas öffnete, konterten sich die Gäste zum längst verdienten Führungstreffer. Luca Gläser traf zum 0:1 (51.), dieses Mal war Olafr Schmidt machtlos. Die Füchse wirkten nicht so, als ob ihnen nun noch etwas einfallen würde – doch zumindest Fabian Dietz hatte einen Geistesblitz. Er krönte eine starke Einzelleistung mit einem Schuss über die Schulter des Gästekeepers Timo Herden ins Toreck (55.).

Nach dem Ausgleich hatte Weißwasser das Spiel zwar kurz im Griff – doch Bayreuth rettete sich in die Verlängerung. Dort traf Sebastian Busch (63.) zum Gäste-Sieg.

Bereits am Freitag geht es in Weißwasser weiter. Dann empfangen die Füchse die Löwen Frankfurt zum Topspiel des Tabellendritten gegen den Zweiten.

Trainerstimmen:

Petri Kujala (Bayreuth): „Wir haben heute unser bestes Saisonspiel gespielt. Das hätten auch drei Punkte sein können. Die Jungs waren sehr gut unterwegs, wir haben souverän unsere Defensivzone verteidigt. Wir hatten einen Haufen Chancen und ich finde, wir haben verdient gewonnen.“

Corey Neilson (Weißwasser): „Bayreuth war heute das viel bessere Team. Sie hätten drei Punkte verdient gehabt – ich bin froh, dass wir wenigstens einen haben. Wir waren nicht aggressiv genug, vielleicht etwas müde. Für das Frankfurt-Spiel müssen wir Lösungen finden.“

Statistik:

Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers 1:2 n.V. (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)

Tore: 0:1 Gläser (51.), 1:1 Dietz (55.), 1:2 Busch (63.); Zuschauer: 2731; Schiedsrichter: Fischer / Steinecke; Strafminuten: 2 / 6

 

Nächstes Spiel: Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt (Freitag, 19.30 Uhr)

Lausitzer Füchse verlieren gegen Bayreuth Tigers FOTO: Thomas Heide