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| 22:22 Uhr

Eishockey
2:9 – Franzreb kann Gegentorflut nicht stoppen

Maximilian Franzreb (hier in einem früheren Spiel) erlebte ein ernüchterndes Saisondebüt bei dem Lausitzer Füchsen.
Maximilian Franzreb (hier in einem früheren Spiel) erlebte ein ernüchterndes Saisondebüt bei dem Lausitzer Füchsen. FOTO: Thomas Heide
Ravensburg. Die Lausitzer Füchse verlieren das Topspiel in Ravensburg deutlich. Keeper Maximilian Franzreb agiert beim Saisondebüt für Weißwasser nicht glücklich. Am Sonntag geht es schwierig weiter. Von Jan Lehmann

Die Lausitzer Füchse haben am Freitagabend das Topspiel bei den Ravensburg Towerstars und damit auch die Tabellenführung in der DEL2 verloren. Beim deftigen 2:9 (1:3, 1:3, 0:3) am Bodensee konnte auch Torhüter Maximilian Franzreb in seinem ersten Saisonspiel für die Füchse die derzeitige Gegentorflut und die damit verbundene Niederlagen-Serie nicht stoppen. Weißwasser hat jetzt vier Spiele in Folge verloren und dabei 24 Gegentreffer kassiert. Und am Sonntag geht es schwierig weiter: Dann empfangen die Füchse den Vorjahres-Meister Bietigheim Steelers.

In Ravensburg waren die Füchse nahezu perfekt ins Spiel gekommen. Mit einem der ersten Angriffe hebelten die Weißwasseraner das Topteam aus Ravensburg regelrecht aus – Cedrick Schiemenz traf zum 1:0 (3.). Kurz danach lief Füchse-Goldhelm Jeff Hayes alleine auf das Towerstars-Tor zu, scheiterte allerdings. Im Gegenzug traf Maximilian Kolb (6.) zum Ausgleich.

Ab diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber richtig im Spiel, es entwickelte sich danach eine Partie auf hohem Niveau. Beide Teams überzeugten mit schnellen Spielzügen und ansehnlichem Eishockey. Ravensburg war dabei allerdings deutlich effizienter.

Bitter für Rückkehrer Franzreb, der als derzeitige Nummer zwei des Weißwasseraner DEL-Partners Eisbären Berlin bei den Füchsen Spielpraxis sammeln soll: Beim 1:2 (11.) durch Tim Brunnhuber ließ er den Puck unter den Schonern durchflutschen. Und auch beim Gewaltschuss von Ondrej Pozivil (19.) zum 1:3 in doppelter Füchse-Unterzahl sah Franzreb nicht sonderlich gut aus. Nach dem vierten Gegentor durch Olivier Hinse (27.) ging der Weißwasseraner Publikumsliebling dann mit reichlich Frust vom Eis. Für ihn kam Olafr Schmidt, der in seiner ersten Füchse-Saison schon einige starke Spiele absolviert hatte. Doch auch der 23-Jährige konnte die Ravensburger nicht stoppen. Bereits nach zwei Dritteln war beim 2:6-Rückstand klar, dass Weißwasser an diesem Abend wohl nichts mitnehmen würde.

Den Füchsen war anzumerken, dass mit Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charly Jahnke die drei wichtigsten Berliner Förderlizenzspieler erneut fehlten. Außerdem ist der Mannschaft von Trainer Corey Neilson auch ein bisschen das Scheibenglück abhanden gekommen, das zum überragenden Saisonstart mit acht Siegen in Folge beigetragen hatte. Das dritte Drittel begann mit zwei Pfostenschüssen der Füchse, danach feierte Ravensburg weiter eine Siegesparty, die noch mit einigen Faustkampfeinlagen gespickt war.

Die Towerstars sind mit ihrem extrem breiten Kader ein echter Titelfavorit. Weißwasser dagegen hat nach dem Turbostart in die Saison nun erst einmal den Motor abgewürgt. Man darf gespannt sein, ob Trainer Neilson sein Team bereits am Sonntag gegen Bietigheim wieder auf Touren bringen kann.

Stimmen:

Corey Neilson (Lausitzer Füchse): „Unser erstes Drittel nach neun Stunden Busfahrt war durchaus ordentlich. Ich habe meine Jungs angetrieben, dass sie schnell und viel laufen sollen. Allerdings haben wir nicht die Tore gemacht. Wir geraten jetzt nicht in Panik und werden die Fehler analysieren. Wir hatten ein Hoch zum Saisonstart. Jetzt haben wir gegen eine sehr gute Mannschaft verloren.“

Jiri Ehrenberger (Ravensburg): „Weißwasser hat lange hervorragend gespielt, unser Keeper hat alles gehalten, was zu halten war. Wir haben in den entscheidenden Situationen die Tore geschossen. Dieses Spiel war sicherlich kein 9:2.“