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| 22:27 Uhr

Eishockey
4:5 – Füchse beißen in Heilbronn zu spät zu

 Steve Saviano (l./in einem früheren Spiel) vergab in Heilbronn die Großchance zum möglichen Anschlusstreffer für Weißwasser.
Steve Saviano (l./in einem früheren Spiel) vergab in Heilbronn die Großchance zum möglichen Anschlusstreffer für Weißwasser. FOTO: Thomas Heide
Heilbronn. Selbst ein spektakulärer Drei-Tore-Endspurt bringt Weißwasser am Freitagabend keine Punkte mehr. Die Lausitzer Füchse kassieren eine ärgerliche Niederlage bei den Heilbronner Falken. Von Jan Lehmann

Der Drei-Tore-Schlussspurt kam einfach zu spät. Obwohl den Lausitzer Füchsen am Freitagabend durch Maximilian Adam (58. Minute), Thomas Reichel (58.) und Jordan George (59.) drei Treffer in der Schlussphase gelangen, kassierten sie eine ärgerliche 4:5-Niederlage bei den Heilbronner Falken. In einem ausgeglichenen Spiel ließen die Füchse lange jene Coolness vermissen, die ihnen schon zu vielen Siegen in dieser DEL2-Saison verholfen hatte. Erst in der Schlussphase bissen sie munter zu – zu spät.

Dabei startete das Team von Trainer Corey Neilson mit den Berliner  Förderlizenzspielern Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charlie Jahnke stark. Anders Eriksson traf in Überzahl schnell zur 1:0-Führung (5.) für Weißwasser. Die Füchse waren danach überlegen, doch die Tore fielen auf der Gegenseite. Marcus Götz (18.) und Derek Damon (20.) drehten mit ihren Treffern das Spiel. Bitter für Weißwasser: Das Damon-Tor fiel Zehntelsekunden vor der Sirene. Die Schiedsrichter bemühten sogar den Videobeweis um zu erkennen, ob der Puck noch vor Drittelende über der Torlinie war.

Dieser Rückstand zur ersten Pause zeigte Wirkung: Im zweiten Abschnitt war Weißwasser nicht mehr so griffig, die Gastgeber konnten sich mehr Spielanteile erobern. Dass Heilbronn wieder in der letzten Minute des Drittels durch Damon zum 3:1 (40.) kam, ließ schon erahnen, dass der Abend bitter für Weißwasser enden würde. An den ersten drei Füchse-Gegentoren beteiligt war als Vorlagengeber Roope Ranta. Der Finne, der in zwei Spielzeiten das Weißwasseraner Dress getragen hatte, war eine der entscheidenden Figuren auf dem Eis.

Das Schlussdrittel begann mit einer Großchance für den Füchse-Profi Steve Saviano, der völlig allein aufs Falken-Tor zulief und drüber schoss (41.). Stattdessen traf auf der Gegenseite Tim Bernhardt zum 4:1 (43.). Heilbronn war gnadenlos effektiv, während die Füchse immer hektischer agierten.

Bereits sechs Minuten vor Schluss beorderte Trainer Neilson seinen Keeper Maximilian Franzreb vom Eis. Doch Weißwasser kassierte dabei in doppelter Überzahl einen Gegentreffer ins leere Netz (55.). Erst dann wachten die Füchse auf und konnten die unnötige Niederlage nicht mehr verhindern.

Statistik:

Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 5:4 (2:1, 1:0, 2:3)

Tore: 0:1 Eriksson (5.), 1:1 Götz (18.), 2:1 Damon (20.), 3:1 Damon (40), 4:1 Bernhardt (43.), 5:1 Helms (55.) 5:2 Adam (58.), 5:3 Reichel (58.), 5:4 George (59.); Zuschauer: 1491, Schiedsrichter: Kohlmüller / Vogl; Strafminuten: 8 / 4

Nächstes Spiel: Lausitzer Füchse – Tölzer Löwen (Sonntag, 17 Uhr)

Trainerstimmen:

Corey Neilson (Weißwasser): „Es war das beste Spiel von Heilbronn, das ich gesehen habe. Sie waren technisch offensiv sehr stark. In der Defensive haben wir einige Fehler gemacht, wir haben nicht gut gespielt. Wir haben nicht getroffen, Heilbronn hat dagegen einfache Tore gemacht. Am Ende hat uns die Zeit gefehlt, vielleicht hatte ich da auch die falschen Spieler auf dem Eis stehen. Den Fehler nehme ich auf meine Kappe.“

Alexander Mellitzer (Heilbronn): „Weißwasser hat im ersten Drittel einen guten Start gehabt, da waren sie uns einen Schritt voraus. Das 2:1 direkt vor der Sirene hat uns Schwung gegeben. Gott sei Dank, dass wir das über die letzten Sekunden gerettet haben.“