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| 21:47 Uhr

Eishockey
Weißwasser siegt – und verliert trotzdem

Goldhelm Jeff Hayes traf zum zwischenzeitlichen 2:1 für Weißwasser. Foto: Heide
Goldhelm Jeff Hayes traf zum zwischenzeitlichen 2:1 für Weißwasser. Foto: Heide FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse haben am Freitagabend gewonnen - und trotzdem verloren. Die Weißwasseraner besiegten zwar im Heimspiel den EC Bad Nauheim. Doch im Endspurt um den vorzeitigen Klassenerhalt zogen sie den Kürzeren. Sie müssen in die Playdowns.

Von Jan Lehmann

Die Lausitzer Füchse müssen die Hoffnungen auf die Pre-Playoffs und den damit verbundenen vorzeitigen Klassenerhalt begraben. Die Weißwasseraner gewannen zwar am Freitagabend mit 3:2 (1:1, 1:0, 1:1) ihr Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim und erfüllten zumindest ihre Hausaufgaben für das erhoffte Wunder von Weißwasser. Doch in den anderen Eisstadien spielte die Konkurrenz nicht mit.

Die Eispiraten Crimmitschau lagen zwar beim EHC Bayreuth zeitweise schon mit 0:2 zurück, gewannen aber in einer hektischen Schlussphase noch mit 4:3. Sie haben nun 74 Punkte und sind von Weißwasser (69) bei nur noch einem Hauptrundenspiel nicht mehr einzuholen. Und auch die Heilbronner Falken sind außer Reichweite. Sie gewannen am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt mit 4:2 und haben nun 72 Punkte sowie das weitaus bessere Torverhältnis im Vergleich zu den Füchsen. Da hilft es auch nichts, dass Crimmitschau und Heilbronn sich am Sonntag im direkten Duell am letzten Hauptrunden-Spieltag noch gegenseitig die Punkte streitig machen.

Der traurige Sieg der Lausitzer Füchse FOTO: Thomas Heide

Die Füchse reisen am Sonntag zum Auswärtsspiel bei den Wölfen Freiburg. Die Breisgauer müssen wie Weißwasser in die Playdowns, die am Dienstag, den 13. März, beginnen. Die Lausitzer treffen dabei entweder auf den ehemaligen Kooperationspartner Bayreuth Tigers.Weißwasser wird dann Favorit sein. Denn zumindest präsentierten sich die Füchse am Freitag in ordentlicher Form und scheinen auch bereit für die Abstiegsrunde zu sein. Am Freitagabend traf Anders Eriksson zum 1:0 (11.) für Weißwasser. Der schwedische Topscorer war nach seiner Schulterverletzung, die er sich Anfang Februar beim Spiel in Crimmitschau geholt hatte, schmerzlich vermisst worden. Die Führung hielt nicht lange, Bad Nauheims bester Schütze Cody Sylvester glich im Überzahlspiel zum 1:1 (12.) aus.

Im zweiten Drittel öffnete Roope Ranta dann mit einem frechen Pass in die Mitte das Spiel – dort vollendete Jeff Hayes kaltschnäuzig zum 2:1 (24.). Die Partie hatte nun wenige Höhepunkt, war eher von der Spannung und dem durchaus bangen Blick auf die anderen Spiele geprägt. Womöglich ließen sich die Füchse zu sehr ablenken, mit Beginn des Schlussdrittels gab es eine kalte Dusche – Marcel Brandt gelang der neuerliche Ausgleich (41.). Doch Weißwasser steckte auch dieses Gegentor weg und kam durch David Kuchejda schnell zum 3:2 (45.). Doch jubeln konnte man im Fuchsbau über diesen hart erkämpften Sieg nicht. Jetzt geht es in die Playdowns

Statistik

Lausitzer Füchse - EC Bad Nauheim 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Tore: 1:0 Eriksson (11.), 1:1 Sylvester (12.), 2:1 Hayes (24.), 2:2 Brandt (41.), 3:2 Kuchejda (45.)

Trainerstimmen:

Petri Kujala (Bad Nauheim): „Man hat gesehen, dass es für beide Mannschaften um viel ging. Wir haben kein schlechtes Auswärtsspiel gemacht. Aber der Zug zum Tor hat gefehlt. Weißwasser braucht in dieser Form keine Angst in der der Playdowns-Runde zu haben.“

Robert Hoffmann (Lausitzer Füchse): „Klar freuen wir uns übe den Sieg. Wir wussten vorher, dass wir abhängig von den anderen Ergebnissen sind. Klar ist die Situation jetzt doof, aber wir wissen damit umzugehen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben ehrliche Arbeit abgeliefert. Jetzt können wir kurz enttäuscht sein, und dann geht es weiter. Wir gehen selbstbewusst in die nächsten Spiele.“