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| 20:41 Uhr

Eishockey
0:7! Derber Rückschlag für Lausitzer Füchse

Die Weßwasseraner wirkten gegen den direkten Konkurrenten um die Pre-Playoff-Plätze ziemlich verunsichert.
Die Weßwasseraner wirkten gegen den direkten Konkurrenten um die Pre-Playoff-Plätze ziemlich verunsichert. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Nackenschlag statt Aufholjagd: Die Lausitzer Füchse haben am Mittwochabend das Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim deutlich verloren. Der Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze in der DEL2 wird immer größer.

Von Jan Lehmann

Das neue Eishockey-Jahr beginnt für die Lausitzer Füchse mit einem derben Rückschlag bei der erhofften Aufholjagd im Kampf um einen Platz in den Pre-Playoffs der DEL2. Am Mittwochabend verloren die Weißwasseraner zu Hause gegen den direkten Konkurrenten EC Bad Nauheim deutlich mit 0:7 (0:3, 0:2, 0:2). Die Füchse haben damit jetzt bereits elf Punkte Rückstand auf den eminent wichtigen Rang zehn, der zur Teilnahme an der Pre-Playoffs berechtigt.

Dabei durfte man anfangs eigentlich ein enges Duell auf Augenhöhe erwarten – beide Teams lieferten sich nach dem ersten Bully einen beherzten Schlagabtausch, ohne dabei spielerisch sonderlich zu glänzen. Dann nahm das Unheil für die Füchse jedoch seinen schnellen Lauf: Während sich das Weißwasseraner Team von Trainer Robert Hoffmann vergeblich um Torgefahr mühte, schlugen die Gäste zu. Eric Meland (7.), Harald Lange (18.) und James Livingston (20.) sorgten für das 0:3 zur ersten Drittelpause.

Es wurde danach nicht besser: Ex-Fuchs Dominik Meisinger traf in Überzahl zum 0:4 (23.), danach verließ Füchse-Keeper Maximilian Franzreb kopfschüttelnd das Eis. Doch auch mit Konstantin Kessler im Weißwasseraner Tor wirkten die Gastgeber verunsichert. Beim 0:5 durch Jannik Woidtke (44.) gaben die Füchse wieder hinter dem Tor unbedrängt den Puck weg – so macht man die Konkurrenz stark.

Das Spiel war bereits nach zwei Dritteln entschieden, doch Bad Nauheim hatte noch nicht genug. Livingston legte innerhalb von acht! Sekunden zwei weitere Treffer zum 0:7 (44.) nach – und die Füchse-Fans quittierten das mit bösen Pfiffen gegen das eigene Team.

Die einzige Positivnachricht vom Mittwochabend lautet: Bereits an diesem Freitag haben die Lausitzer Füchse die Chance auf Wiedergutmachung. Dann empfangen sie mit den Heilbronner Falken den nächsten direkten Konkurrenten im Fuchsbau (19.30 Uhr). Einen weiteren Rückschlag dürfen sich die Weißwasseraner dann nicht leisten, um weiter an die Pre-Playoffs glauben zu können.

Trainerstimmen:

Petri Kujala (EC Bad Nauheim): „Es war kein 7:0-Spiel wie man es kennt. Es war brutal leichtes Hockey. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt immer die Tore geschossen. Wir haben sehr clever in der neutralen Zone gespielt. Wir hatte natürlich das Scheibenglück, beim sechsten und siebten Tor mussten wir nicht viel machen. Es war wichtig, dass wir das Spiel vernünftig zu Ende bringen und vorne nicht zu viel machen.“

Robert Hoffmann (Lausitzer Füchse): „Sorry an die Fans. Das ist nicht meine Mannschaft, das ist Fakt. Viel mehr gibt es heute nicht zu sagen. “

Statistik:

Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 0:7 (0:3, 0:2, 0:2)

Tore: 0:1 Meland (7.), 0:2 Lange (18.), 0:3 Livingston (20.), 0:4 Meisinger (23.), 0:5 Woidtke (34.), 0:6 Livingston (44.), 0:7 Livingston (44.); Zuschauer: 2043; Schiedsrichter: Smitka/Westhaus; Strafminuten: 12 /6