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Eishockey
Füchse kämpfen gegen den Kabinen-Virus

Gegen Heilbronn kassierten die Füchse um Goldhelm Anders Eriksson am Freitag eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung.
Gegen Heilbronn kassierten die Füchse um Goldhelm Anders Eriksson am Freitag eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Nur ein Zähler aus den beiden wichtigen Heimspielen gegen Bad Nauheim und Heilbronn. Der Jahresstart ging für die Lausitzer Füchse in die Hose. Und nun kämpft der DEL2-Club aus Weißwasser auch noch gegen einen Kabinen-Virus.

Nicht nur das 0:7 vom Mittwochs-Debakel gegen Bad Nauheim steckt offenbar noch in der Kabine der Lausitzer Füchse. Laut Trainer Robert Hoffmann kämpft der DEL2-Club aus Weißwasser auch gegen einen fiesen Grippe-Virus. Der Coach berichtet: „Wir haben schon die komplette Kabine desinfizieren lassen.“ Das half nichts: Am Freitag beim 3:4 nach Verlängerung gegen die Heilbronner Falken fehlten mit Torhüter Konstantin Kessler und Maximilian Adam erneut zwei Spieler, die sich kurz vor der Partie krank abgemeldet hatten.

Für Weißwasser kommt der Virus zur Unzeit, schließlich sollte jetzt die Aufholjagd im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze beginnen. Mit nur einem Zähler aus den beiden Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten Bad Nauheim und Heilbronn haben die Füchse da allerdings einen Dämpfer erlitten. Trotzdem zeigte sich Coach Hoffmann optimistisch. Seine Rechnung am Freitagabend: „Heute haben wir ja einen Punkt aufgeholt, weil Bad Nauheim in Dresden verloren hat.“ Zehn Punkte Rückstand haben die Weißwasseraner nun auf die Hessen, die auf dem so wichtigen zehnten Rang stehen, in der die Pre-Playoff-Zone beginnt.

Für die Füchse, die am Sonntagabend bei den Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr) antreten, geht es darum, nach dem bescheidenen Jahresstart schnell wieder in die Spur zu finden. Trainer Hoffmann hatte am Freitagabend mit einer Umstellung der Reihen versucht, den fiesen 0:7-Virus aus dem Team zu desinfizieren. Das gelang nur teilweise. Weißwasser zeigte sich am Freitagabend zwar verbessert und setzte Heilbronn über zwei Drittel gehörig zu. Doch die Torausbeute war zu gering: Chris Owens (25.) und Jeff Hayes (31.) trafen in Überzahl und Feodor Boiarchinov markierte nach klasse Vorarbeit von Anders Eriksson das zwischenzeitliche 3:2 (50.).

Trotz zweimaliger Führung gingen die Weißwasseraner nicht als Sieger vom Eis.
Trotz zweimaliger Führung gingen die Weißwasseraner nicht als Sieger vom Eis. FOTO: Thomas Heide

Doch mit einer simplen Umstellung im Schlussabschnitt von vier auf drei Reihen entwickelten die Gäste den nötigen Druck und drehten die Partie noch zu ihren Gunsten. Gäste-Trainer Gerhard Unterluggauer erklärte: „Diese Umstellung war entscheidend. Für uns sind es zwei extrem wichtige Punkte.“ Heilbronn ist als Tabellenneunter weiter gut im Geschäft.

Weißwasser tritt dagegen auf der Stelle. Dennoch betonte Füchse-Trainer Hoffmann, dass er weiter fest das Ziel Pre-Playoffs und den damit verbundenen vorzeitigen Klassenerhalt im Blick habe: „Es sind noch eine Menge Punkte zu vergeben. So lange die Pre-Playoffs noch erreichbar sind, rede ich nicht über die Playdowns.“