| 11:06 Uhr

Eishockey
Füchse-Überraschungssieg beim Meister

Feodor Boiarchinov (r.) erzielte das späte 4:4 für die Lausitzer Füchse.
Feodor Boiarchinov (r.) erzielte das späte 4:4 für die Lausitzer Füchse. FOTO: Huebner/Roith / unbekannt
Frankfurt. Mit diesem Sieg war nicht zu rechnen: Ausgerechnet beim Meister Frankfurter Löwen haben die Lausitzer Füchse am Donnerstagabend einen 5:4-Überraschungssieg nach Verlängerung gelandet. Die Schlussphase war hochdramatisch.

Füchse-Trainer Robert Hoffmann atmete nach diesem Krimi und dem 5:4-Sieg bei den Löwen Frankfurt tief durch: „Ich bin froh, dass wir endlich einmal nach Verlängerung gewinnen konnten. Wir haben in dieser Saison schon zu viele Spiele in der Overtime abgegeben.“

Bereits sechsmal hatten die Füchse in der bisherigen Saison in der Verlängerung den Kürzeren gezogen, der Sieg in Frankfurt war dagegen erst der zweite Erfolg in der fünfminütigen Zusatzspielzeit. Roope Ranta ließ mit seinem Treffer zum 5:4-Auswärtssieg (61.) die Füchse jubeln – und die Gastgeber um den ehemaligen Weißwasseraner Coach Paul Gardner richtig zornig werden.

Die Frankfurter fühlten sich vom Schiedsrichter-Gespann um einen vermeintlich sicheren Sieg gebracht, denn bis zur 57. Minute hatten sie noch mit zwei Toren Vorsprung geführt. Dann jedoch nutzte Füchse-Goldhelm Anders Eriksson eine doppelte Überzahl zum 3:4 (57.) und Feodor Boiarchinov glich sogar zum 4:4 (58.) aus.

Danach wurde es richtig hektisch: Elf Sekunden vor Spielende musste der Frankfurter CJ Stretch für zwei Minuten vom Eis. Löwen-Trainer Gardner meckerte sich in Rage und kassierte eine Bankstrafe. Diese erneute doppelte Überzahl nutzen die Füchse zum schnellen Siegtreffer. Gardner wollte später gar nichts mehr zum Spiel sagen, Hoffmann, der in Weißwasser mit dem ehemaligen NHL-Spieler zusammengearbeitet hatte, erklärte bei der Pressekonferenz: „Unter uns: Ich kann Paul verstehen.“

Für die Weißwasseraner war das trotzdem ein wichtiger Sieg für die Aufholjagd auf die Pre-Playoff-Plätze und den damit verbundenen Klassenerhalt. Sollten die Füchse nun auch noch an diesem Samstag im Heimspiel gegen Tabellenführer Bietigheim Steelers (17 Uhr) das nächste Topteam bezwingen, dürften sich die Weißwasseraner Profis wohl auch bei der anstehenden Silvesterparty eine klitzekleine Verlängerung gönnen.

Statistik:

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 4:5 n.V (1:0, 2:2, 1:2/0:1)

Tore: 1:0 MacLeod (20), 1:1 Tegkaev (26.), 1:2 Hayes (30.), 2:2 Liesegang (32.), 3:2 Filin (39.), 4:2 MacLeod (56.), 4:3 Eriksson (57.), 4:4 Boiarchinov (58.), 4:5 Ranta (61.);
Schiedsrichter: Hatz/Singer; Zuschauer: 5434; Strafminuten: 20 + 10 (Schüle)/ 12.