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| 13:36 Uhr

Eishockey
DEL2 bestätigt Tor-Entscheidung: „Optische Täuschung“

FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die DEL2 hat am Mittwoch die umstrittene Tor-Entscheidung beim Spiel der Lausitzer Füchse in Bayreuth bestätigt. Also – kein Tor! Die Füchse sind erleichtert, in Bayreuth herrscht Sprachlosigkeit. Von Frank Noack

Das Spiel war zwar beendet – aber danach gingen die Diskussionen erst so richtig los. Nach dem 2:1-Sieg der Lausitzer Füchse bei den Bayreuth Tigers am Dienstagabend freuten sich die Gäste über den wichtigen Auswärtserfolg, der Weißwasser den 2:2-Ausgleich in dieser Playdown-Serie um den Klassenerhalt in der DEL2 brachte. Die Gastgeber dagegen haderten mit dem nicht gegebenen Tor kurz vor Schluss.

In der 59. Minute ging der Schuss von Michal Bartosch aus spitzem Winkel in Richtung Füchse-Tor. Ins Tor? Oder an den Pfosten? In jedem Fall sprang der Puck wieder zurück. Auch die TV-Bilder der Übertorkamera lieferten kein eindeutiges Ergebnis, weil sie nicht direkt über dem Tor, sondern ein Stück davor an der Hallendecke montiert ist und die Perspektive somit verzerrt ist. Die RUNDSCHAU hat die Reaktionen der Beteiligten zusammengestellt.

Sergej Waßmiller (Trainer der Bayreuth Tigers): „Unser zweites Tor war aus meiner Sicht klar hinter der Linie. Es ist also ein klares Tor nicht gegeben worden – ich bin sprachlos.“

Robert Hoffmann (Trainer der Lausitzer Füchse): „Ich glaube, die Kameraeinstellung täuscht ein wenig. Während des Spiels habe ich es nicht deutlich sehen können. Ich habe natürlich gehofft, dass der Puck nicht drin war.“

Dirk Rohrbach (Geschäftsführer der Lausitzer Füchse): „Der Puck ging in einer Höhe von etwa 60 Zentimetern an den Pfosten. Die Kameraperspektive täuscht. Wenn man die Bilder der Führungskamera anschaut, erkennt man den Puck am Pfosten.“

Auch die DEL2 hat am Mittwoch dazu Stellung bezogen. Die klare Aussage des Verbandes lautet: kein Tor! Wegen der Kameraperspektive liege „eine optische Täuschung“ vor. „Der Puck trifft eindeutig den seitlichen Pfosten des Tores in etwa halber Höhe. Zu sehen ist dies auf der Führungskamera und auf der Übertorkamera. Nachdem der Puck auf dem Eis zur Ruhe gekommen ist, wird dieser von einem verteidigenden Spieler vom Tor weggespielt. Dies ist wieder in der Übertorkamera ersichtlich. Das bedeutet, die Scheibe war zu keinem Zeitpunkt hinter der Torlinie und somit wurde die bereits auf dem Eis getroffene Entscheidung auf ,kein Tor‘ mittels Videoaufzeichnung bestätigt.“

Der Puck prallt gegen den Pfosten...
Der Puck prallt gegen den Pfosten... FOTO: Sprade-TV
...und ist dann nur scheinbar hinter der Linie.
...und ist dann nur scheinbar hinter der Linie. FOTO: Sprade-TV