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| 17:02 Uhr

Eishockey
Geht den Füchsen die Luft aus?

 Feodor Boiarchinov und seine Teamkollegen lieferten gegen Bayreth eine der schwächsten Leistungen der bisherigen Saison ab.
Feodor Boiarchinov und seine Teamkollegen lieferten gegen Bayreth eine der schwächsten Leistungen der bisherigen Saison ab. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser schwächelt etwas – und das ausgerechnet vor den beiden DEL2-Topspielen gegen Frankfurt und Kaufbeuren. Trainer Neilson sucht „Lösungen“. Von Jan Lehmann

Es war nicht nur „der schlechteste Auftritt bisher in diesem Jahr“, wie auf der offiziellen Homepage der Lausitzer Füchse nach der 1:2-Niederlage gegen die Bayreuth Tigers im ersten Spiel des Eishockey-Jahres 2019 gescherzt wurde. Nein, der Auftritt der Weißwasseraner am Mittwochabend vor der stattlichen Kulisse von 2731 Zuschauern war eine der schwächsten Leistungen der Weißwasseraner in der bisher so erfolgreichen DEL2-Saison.

Die Mannschaft von Trainer Corey Neilson wirkte über die gesamte Spielzeit irgendwie saft- und kraftlos. Ausgerechnet vor den beiden Topspielen gegen den Tabellenzweiten Löwen Frankfurt (Freitag, 19.30 Uhr) und beim viertplatzierten ESV Kaufbeuren (Sonntag, 17 Uhr) schwächelt Weißwasser etwas. Geht den Füchsen nun etwa im Kampf um die direkten Playoff-Plätze gar die Luft aus?

Coach Neilson bestätigte: „Wir waren zu langsam, sind vielleicht etwas müde.“ Der Kanadier begründete das mit der enormen Belastung – die bevorstehende Partie gegen Frankfurt ist das siebte Spiel innerhalb von 15 Tagen. Zudem verwies der Füchse-Trainer auf sein Spielsystem, dass „sehr aggressiv“ und deshalb mit viel Laufeinsatz verbunden sei. Für das Topspiel am Freitag kündigte Neilson deshalb an, nach „Lösungen“ zu suchen. Er betonte: „Wir müssen das viel besser machen.“

Nur für das Füchse-Tor muss der Coach keine neue Lösung finden. Angesichts der Diskussionen um Marvin Cüpper und Maximilian Franzreb ließ Keeper Olafr Schmidt zuletzt Taten sprechen und war gegen Bayreuth der mit Abstand stärkste Lausittzer.

Gegner-Check:

Die Löwen Frankfurt (Freitag, 19.30 Uhr/H) feierten nach einer kleinen Schwächephase im September war das souveräne 6:1 am Mittwochabend gegen Dresden war der dritte Sieg in Folge für die Löwen Frankfurt. Auch ohne das verletzte Trio Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli und Magnus Eisenmenger präsentiert sich die Mannschaft von Trainer Matti Tiilikainen derzeit als klarer Playoff-Kandidat.

Die Löwen sind das beste Überzahl-Team der Liga, die Erfolgsqoute beim Powerplay liegt bei 25,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Lausitzer Füchse treffen nur bei 16,7 Prozent ihrer Überzahlspiele.

Weißwasser hat beide bisherigen Spiele gegen Frankfurt verloren. das 2:6 im Oktober war die erste Saison-Niederlage nach dem furiosen Saisonstart mit acht Erfolgen in Serie. Im November gab es in der Main-Metropole eine 4:5-Niederlage nach Verlängerung.

Der ESV Kaufbeuren (Sonntag, 17 Uhr/A) ist mit dem 4:3 in Heilbronn am Mittwoch gut in das neue Eishockey-Jahr gestartet, zuvor hatte es drei Niederlagen in Serie gegeben. Am Freitag führt der DEL2-Spielplan die Joker nach Bad Tölz, ehe dann am Sonntag das erste Heimspiel des Jahres gegen die Lausitzer Füchse ansteht.

Die Personallage beim ESVK ist etwas angespannt. Neben den beiden langzeitverletzten Verteidigern Sebastian Osterloh und Julian Eichinger wird auch der kanadische Mittelstürmer Branden Gracel weiter fehlen. Dafür ist aber der Top-Scorer Sami Blomqvist (26 Tore/ 21 Vorlagen) nach einer kurzen Verletzungspause wieder zurück.

Die beiden bisherigen Saisonduelle entschieden jeweils die Auswärtsteams für sich. Die Füchse gewannen 6:4 in Kaufbeuren und verloren gegen die Joker auf heimischem Eis mit 2:4.