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Eishockey
DEB-Team besiegt Russland mit Strahlmeier im Tor

Der ehemalige Torhüter der Lausitzer Füchse feiert einen starken Einstand in der Nationalmannschaft. Das nächste Testspiel steigt am Samstag in Weißwasser.
Der ehemalige Torhüter der Lausitzer Füchse feiert einen starken Einstand in der Nationalmannschaft. Das nächste Testspiel steigt am Samstag in Weißwasser. FOTO: Anton Novoderezhkin / imago/ITAR-TASS
München. Der ehemalige Torhüter der Lausitzer Füchse feiert einen starken Einstand in der Nationalmannschaft. Das nächste Testspiel steigt am Samstag in Weißwasser.

Nach einem misslungenen Auftakt und einem Testspiel-Coup in Russland soll sich am Montag entscheiden, wie viel Verstärkung das Eishockey-Nationalteam für die nächsten Auftritte in der Heimat erhält. Bundestrainer Marco Sturm dürfte jedoch vorerst wenig Alternativen haben, seinen vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft vom 4. bis 20. Mai zu verändern.

Der 39-Jährige könnte in Torhüter Timo Pielmeier (ERC Ingolstadt) sowie den Verteidigern Moritz Müller (Kölner Haie) und Björn Krupp (Grizzlys Wolfsburg) aber die ersten Silbergewinner von Pyeongchang berufen. 13 der 25 Profis aus dem Olympia-Team waren allerdings auch am Sonntag in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga vertreten.

Auch die am Freitag ausgeschiedenen sechs Mannheimer werden aller Voraussicht nach ebenso wie NHL-Profis nicht in dieser Woche dazustoßen. Bis Dienstagabend hat das Nationalteam frei. Dann beginnt die Vorbereitung für die Tests gegen die Slowakei in Weißwasser und Dresden am kommenden Samstag und Sonntag.

Komplett ohne Pyeongchang-Finalisten hatte ein unerfahrenes Rumpfteam des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) im ersten Test nach dem Winterspiel-Wunder am Freitag mit 1:4 gegen eine völlig veränderte Auswahl des Goldmedaillengewinners Russland verloren. Am Samstag war mit dem 4:3 nach Verlängerung trotz acht Debütanten im Aufgebot eine Überraschung gelungen. „Wir hatten eine sehr gute Woche mit einem sehr guten Finish“, sagte Sturm. „Diesen Weg wollen wir in der kommenden Woche weiter gehen.“

In Sotschi machte College-Spieler Marc Michaelis auf sich aufmerksam. Der 22-Jährige von der Minnesota State University traf gleich in seinen ersten beiden Länderspielen und weckte erste Erinnerungen an Frederik Tiffels, der im vergangenen Jahr in der Vorbereitung auffiel und bei der Heim-WM im vergangenen Jahr als College-Stürmer zum Shooting-Star wurde.

Beim Sieg gegen Russland hatten Michaelis (8. Minute), Simon Sezemsky (46.) und Maximilian Kammerer (51.) die deutschen Treffer erzielt. „Meine Mannschaft war mutiger, bissiger und hat sich den Sieg nach dem Zwei-Tore-Rückstand im letzten Drittel verdient“, lobte Bundestrainer Sturm. Bernhard Ebner ließ das Team mit seinem Siegtor in der Overtime jubeln (64. Minute).

Im Tor stand der Ex-Weißwasseraner Dustin Strahlmeier. Der 25-Jährige von den Schwenninger Wild Wings wurde nach der Hauptrunde als bester DEL-Goalie ausgezeichnet. „Die Jungs haben mir sehr geholfen. Es ist natürlich super, dass man im ersten Spiel für die Nationalmannschaft den ersten Sieg feiern kann“, erklärte Strahlmeier. „Nervös war ich eigentlich nicht, aber es war ein anderes Gefühl, eine besondere Anspannung. International ist alles viel schneller. Es macht aber riesen Spaß.“

Dustin Strahlmeier spielte von 2012 bis 2014 bei den Lausitzer Füchsen in der DEL2.