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Dank Kooperation: Füchse im Derby mit Torwart-Vorteil

Füchse-Torhüter Maximilian Franzreb kommt aus Berlin. In Dresden steht Kevin Nastiuk (kl. Bild) in der Kritik.
Füchse-Torhüter Maximilian Franzreb kommt aus Berlin. In Dresden steht Kevin Nastiuk (kl. Bild) in der Kritik. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Das Derby zwischen Weißwasser und Dresden ist stets brisant. Sonntag steigt das erste Duell, nachdem die Füchse den Eislöwen die Berliner Eisbären als Partner abgejagt haben. Ein Auswärtssieg gibt Weißwasser zusätzlich Schwung. Frank Noack

So gut war die Ausgangsposition der Lausitzer Füchse vor einem Derby mit den Eislöwen Dresden schon lange nicht mehr. Während die Füchse einen guten Saisonstart in der DEL2 hingelegt haben und am Freitag auch die Auswärtsaufgabe beim SC Riessersee mit einem überraschend deutlichen 5:2 (2:0, 1:2, 2:0)-Sieg erfolgreich bewältigten, wächst in Dresden der Frust vor dem Duell am Sonntag um 17 Uhr in Weißwasser. Wo am Freitag Füchse-Stürmer Dennis Palka mit drei Treffern und Goldhelm Roope Ranta mit vier Torbeteiligungen die Weißwasseraner Matchwinner waren, hängt in Dresden der Haussegen schief.

Die Eislöwen haben zwei Siege aus sechs Partien geholt - viel zu wenig für die Erwartungen in der Landeshauptstadt. Trainer Bill Stewart hat die Einstellung seiner Mannschaft nach der 1:3-Heimniederlage gegen Kassel am vergangenen Sonntag kritisiert. "Manche wollen heute, manche wollen heute nicht und manche wollten heute gar nicht da sein", schimpfte Stewart.

Zusätzliche Brisanz erfährt das Derby durch den Fakt, dass es das erste Pflichtspiel der Erzrivalen ist, nachdem die Füchse den Eisbären im Sommer die Eisbären Berlin als Kooperationspartner abgejagt haben. Die Vorteile der Zusammenarbeit zeigen sich beispielsweise auf der Torhüter-Position, wo die Füchse mit Maximilian Franzreb, der am Freitag beim starken Füchse-Auftritt beim SC Riessersee im Tor stand, sowie Marvin Cüpper auf zwei Berliner Talente zurückgreifen können und mit ihnen bereits Siege eingefahren haben.

In Dresden steht Keeper Kevin Nastiuk dagegen mächtig in der Kritik - also Vorteil Füchse. "Die Berliner Keeper bekommen bei uns wichtige Spielpraxis. Für uns sind sie eine große Hilfe", benennt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach einen Vorteil der Kooperation.

Die Eislöwen, die am Freitag spielfrei hatten, kooperieren jetzt mit den Kölner Haien. Allein schon wegen der geografischen Gegebenheiten gestaltet sich diese Zusammenarbeit deutlich schwieriger als zwischen Weißwasser und Berlin. Kurios: Ansprechpartner für diese Kooperation ist in Köln mit Ex-Profi Mirko Lüdemann ein gebürtiger Weißwasseraner.