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| 12:07 Uhr

Eishockey
Chaos in der DEL2: Entscheidung nach Crimmitschau-Klage vertagt

Zwischen Crimmitschau und Weißwasser könnte sich der Kampf um die Pre-Playoffs entscheiden. Auch Heilbronn ist noch in Reichweite.
Zwischen Crimmitschau und Weißwasser könnte sich der Kampf um die Pre-Playoffs entscheiden. Auch Heilbronn ist noch in Reichweite. FOTO: Thomas Heide
Crimmitschau. Das wird eine chaotische letzte Woche in der Hauptrunde der DEL2. Jetzt klagen die Eispiraten Crimmitschau gegen die Neuansetzung ihres Spiels gegen Bietigheim. Leidtragende könnten ausgerechnet die Lausitzer Füchse sein. Und die Zeit drängt.

Von Jan Lehmann

Eigentlich soll das wichtige Hauptrunden-Spiel zwischen den Eispiraten Crimmitschau und DEL2-Spitzenreiter Bietigheim Steelers an diesem Dienstagabend ab 20 Uhr auf dem Eis entschieden werden. Doch nun klagt Crimmitschau gegen diese Spielansetzung. Am Dienstagabend teilten die Eispiraten mit, dass eine Entscheidung über diesen Eilantrag vertagt worden sei. Auf der Webseite der Crimmitschauer hieß es: „Das Schiedsgericht kam am heutigen Dienstag nach dem Einspruch der Eispiraten Crimmitschau noch nicht zu einem Urteil und erklärte die Rechtssache zu einer Kammerangelegenheit. So wurde der Verhandlungstermin für Donnerstag, den 01.03.2018 anberaumt.“

Im DEL2-Endspurt geht darum, ob sich Crimmitschau mit einem Heimsieg auf fünf Punkte von den Lausitzer Füchsen absetzen kann – und damit vor den beiden letzten Spieltagen am Wochenende einen riesigen Vorteil im Kampf um die Pre-Playoffs und den damit verbundenen Klassenerhalt hätte.

Das Bietigheim-Spiel war am vergangenen Freitag ausgefallen, weil das Bietigheimer Busunternehmen offenbar Probleme bei der Zulassung seiner Fahrzeuge hatte. Das hatte für Diskussionen gesorgt. In Weißwasser hatte man befürchtet, dass Crimmitschau nun drei Zähler am grünen Tisch zugesprochen bekäme und so einen klaren Vorteil im Abstiegskampf erhalten hätte. Entsprechend groß war die Erleichterung, als die DEL 2 das Spiel zügig für diesen Dienstag neu angesetzt hatte.

In der Mitteilung der DEL2 hieß es: „Die Bietigheim Steelers sind nach Prüfung des Fahrtenschreibers pünktlich losgefahren. Es liegt kein Verstoß gegen §12 (3) der Spielordnung vor. Die Steelers hätten im Vorfeld nicht erkennen können, dass es bei dem Transport zu solchen Schwierigkeiten hätte kommen können.“

Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach erklärte dazu auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Die erhoffte und sportlich fairste Entscheidung ist eingetroffen. Der Zeitpunkt ist aus meiner Sicht auch für alle Beteiligten sehr wichtig, um die heutigen Partien mit Klarheit anzugehen. Wichtig ist nach wie vor, den Fokus auf unsere restlichen Spiele zu legen, um die Möglichkeit zum Erreichen der Pre Playoffs zu erhöhen.“

Nun jedoch gibt es aus Crimmitschau eine neue Entwicklung. Die Eispiraten teilten am späten Montagabend mit: „Nach eingehender Prüfung und rechtlicher Beratung haben sich die Eispiraten Crimmitschau entschlossen gegen den Beschluss vom 24.02.2018 der ESBG Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH Einspruch einzulegen. Hierfür reichen die Eispiraten Crimmitschau eine Schiedsklage ein. Die Verantwortlichen der Eispiraten sind der Auffassung, dass durchaus ein Verschulden der Bietigheim Steelers vorliegt. Sie wollen diesen Fall durch das Schiedsgericht prüfen und letztendlich durch einen Richter entscheiden lassen.“

Was das für die Partie an diesem Dienstagabend bedeutet, bleibt abzuwarten. Die Füchse-Hoffnungen auf das Wunder von Weißwasser sind jetzt auf alle Fälle sicher erst einmal etwas kleiner geworden.