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| 08:13 Uhr

Eppan
Kampf um WM-Plätze beginnt

Eppan. Bundestrainer Joachim Löw muss noch vier Spieler aus dem Kader streichen.

Jetzt geht der Kampf um die WM-Plätze richtig los. Bei schönstem Urlaubswetter kamen die sieben Nachzügler einschließlich des noch verletzten Abwehrchefs Jérôme Boateng am Freitag im Trainingscamp der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol an. Damit ist der Kader von Joachim Löw bis auf Toni Kroos, der am Samstag mit Real Madrid den nächsten Champions-League-Triumph feiern kann, komplett. Manager Oliver Bierhoff forderte volle Konzentration: "Es wird die schwierigste WM, weil alle uns jagen werden."

In den nächsten Tagen wird sich auf dem Trainingsplatz und bei zwei Testspielen gegen die deutsche U20-Auswahl der Kampf verschärfen. Auf der einen Seite geht es für die vom Bundestrainer Auserwählten darum, sich im Ringen um die WM-Stammplätze zu positionieren. Andererseits will niemand die WM-Nieten ziehen und am 4. Juni nach Hause fahren müssen, wenn der Bundestrainer seine endgültigen 23 Akteure für Russland dem Weltverband Fifa übermitteln muss. "Ich hoffe, dass alle Spieler gesund bleiben und wir eine gute Entscheidung treffen können", sagte Bierhoff.

"Ich habe keinem Spieler gesagt, dass er auf Bewährung da ist", betonte Löw. Dennoch dürften sich Profis wie Länderspiel-Neuling Nils Petersen, die Leverkusener Jonathan Tah und Julian Brandt oder der Münchner Sebastian Rudy bewusst darüber sein, dass sie zu den Streichkandidaten gehören. "Ich muss jeden Tag an die Grenze gehen", berichtete der Freiburger Petersen. "Er weiß, dass er noch nicht im finalen 23er-Kader ist. Insofern ist es für ihn auch eine Bewährungsprobe", erklärte Bierhoff. Petersens Hoffnung, das Auswahlverfahren 4 aus 27 zu überstehen, sind seine speziellen Stürmerqualitäten im Vergleich zum Leipziger Shootingstar Timo Werner und zum Stuttgarter Mario Gomez.

Vor der EM 2016 hatte Löws Auswahlverfahren zwei Profis getroffen, die auch dieses Mal dabei sind. Neben Karim Bellarabi durften Brandt und Rudy nicht mit nach Frankreich. 2014 verletzte sich im Training in Südtirol Lars Bender. Marcel Schmelzer, Kevin Volland und Shkodran Mustafi wurden gestrichen. Mustafi wurde später noch nachnominiert.

(dpa)