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Hannover
Hannover 96: Kind lässt Antrag auf Übernahme ruhen

Hannover 96 und Klubpräsident Martin Kind (73) haben überraschend den Antrag auf eine Ausnahme-Genehmigung von der 50+1-Regel zurückgezogen. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montagnachmittag mit. Damit sind die Pläne des Hörgeräte-Unternehmers zur Übernahme der Mehrheitsanteile von Hannover 96 vorerst gescheitert. Bis auf Weiteres ist keine Entscheidung des DFL-Präsidiums in dieser Angelegenheit erforderlich. Der Ligaverband kündigte aber an, nun eine Grundsatzdebatte führen zu wollen und "in den kommenden Monaten die Formulierung und Umsetzung der 50+1-Regel zu überprüfen und dabei zu erörtern, wie wichtige Prinzipien der gelebten Fußball-Kultur in Deutschland zukunftssicher verankert werden können". Hannover kommentierte dies als "Schritt in die richtige Richtung".

Die 50+1-Regel besagt, dass ein externer Investor die Mehrheit an einem Verein nur halten kann, wenn er diesen mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert hat. Eine Novellierung wäre eine Satzungsänderung der DFL-Statuten, die bei einer Mitgliederversammlung aller 36 der Bundesliga und 2. Liga beschlossen werden müsste.

(sid)