| 19:57 Uhr

23:4 zur Halbzeit
"Unwirklicher" Kantersieg der Rhein-Neckar Löwen

Patrick Groetzki steuerte fünf Tore zum Sieg der Rhein-Neckar Löwen bei.
Patrick Groetzki steuerte fünf Tore zum Sieg der Rhein-Neckar Löwen bei. FOTO: dpa, ah jai
Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen ist auf der Jagd nach dem Titel-Hattrick mit einem Kantersieg in das neue Jahr gestartet. Am Ende hatte der TBV Lemgo sogar noch Glück, nicht in die Geschichtsbücher einzugehen.

Im ersten Spiel nach der EM-Pause feierten die Mannheimer am Donnerstag einen 38:17-Erfolg gegen den TBV Lemgo und verteidigten mit 34:6 Punkten die Tabellenführung. Nach einer 23:4-Führung zur Halbzeit sogar noch ein vergleichsweise glimpfliches Resultat.

Beste Werfer für die Löwen waren Regisseur Andy Schmid und Rechtsaußen Patrick Groetzki mit jeweils fünf Toren. "Es hat sich etwas unwirklich angefühlt auf dem Parkett", sagte der Nationalspieler im TV-Sender Sky zur dominanten ersten Halbzeit. "So etwas habe ich bisher noch nie erlebt, nicht einmal im Jugendbereich."

Schwacher Trost für Lemgo: Als höchster Sieg in der Geschichte der Handball-Bundesliga gilt noch immer der 44:17-Erfolg des HSV Hamburg gegen den Wilhelmshavener HV im März 2008.

Auch die Verfolger kamen gut aus den Startlöchern. Die TSV Hannover-Burgdorf besiegte GWD Minden mit 36:29 (16:14) und zog mit 31:9 Zählern vorerst an den spielfreien Füchsen Berlin (30:8) vorbei auf Rang zwei. Casper Mortensen war mit acht Treffern erfolgreichster Schütze bei den Niedersachsen.

Vizemeister SG Flensburg-Handewitt kam beim HC Erlangen zu einem ungefährdeten 29:20 (11:7)-Sieg und bleibt mit 30:10 Punkten ebenfalls im Titelrennen. Hampus Wanne traf neunmal für den Favoriten. Die HSG Wetzlar ließ EHF-Cup-Sieger Frisch Auf Göppingen beim 34:27 (16:17) ebenso keine Chance wie der SC Magdeburg dem VfL Gummersbach beim 30:24 (15:12).