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Champions und Europa League
Uefa lockert Regeln für Einsäte von Wintertransfers

Michael Akanji durfte für Borussia Dortmund noch nicht international spielen.
Michael Akanji durfte für Borussia Dortmund noch nicht international spielen. FOTO: rtr, saw
Exklusiv | Nyon. Den Teilnehmern der europäischen Vereinswettbewerbe bieten sich künftig nach Wintertransfers völlig neue Möglichkeiten. Wie die Europäische Fußball-Union (Uefa) am Dienstag bekannt gab, können ab der kommenden Spielzeit bis zu drei Neuzugänge "ohne Einschränkungen" eingesetzt werden.

Bislang war den Klubs teilweise der Einsatz von neuen Spielern untersagt. So durfte der Brasilianer Philippe Coutinho nach seinem Abgang vom FC Liverpool nicht für den FC Barcelona in der Champions League auflaufen, weil er zuvor bereits für die Reds in der Königsklasse gespielt hatte. Der Einsatz eines einzigen neuen Spielers war lediglich gestattet, sofern er zuvor in einem anderen Vereinswettbewerb aktiv war.

Dabei musste sich beispielsweise Borussia Dortmund nach den Verpflichtungen von Manuel Akanji sowie Michy Batshuayi entscheiden, welcher der beiden für die Europa League nominiert wird. Künftig spielt es keine Rolle mehr, in welchem Wettbewerb ein Spieler aktiv war bzw. sein wird.

In den K.o.-Spielen der Champions League und der Europa League dürfen die Teams ab der kommenden Saison im Falle einer Verlängerung zudem eine vierte Auswechslung vornehmen. Ebenso können bei den Endspielen der europäischen Klub-Wettwettbewerbe sowie im Super Cup künftig 23 statt 18 Spieler zum Kader gehören.

Das International Football Association Board (IFAB) hatte die vierte Auswechslung Anfang März offiziell in die Fußballregeln aufgenommen. Vorausgegangen war der Entscheidung, die auch für die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) gilt, eine zweijährige Testphase in mehr als einem Dutzend Wettbewerben. Seit Ende 2016 gilt die Regelung beispielsweise bereits im DFB-Pokal.

(dpa)