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Fans sollen Keita beleidigt haben
Uefa ermittelt gegen Zenit St. Petersburg

Naby Keita beim Spiel in St. Petersburg.
Naby Keita beim Spiel in St. Petersburg. FOTO: rtr, apt
Exklusiv | Nyon. Die Uefa beschäftigt sich mit einem rassistischen Vorfall, der sich beim Achtelfinal-Rückspiel in der Fußball-Europa-League zwischen Zenit St. Petersburg und RB Leipzig ereignet haben soll.

Russische Fans sollen Leipzigs Naby Keita mit rassistischen Gesängen beleidigt haben, während dieser verletzt auf dem Spielfeld lag. Das teilte der Verband am Mittwoch auf Nachfrage mit.

Die Uefa will sich am 31. Mai - und damit nur zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland - genauer mit dem Vorfall beschäftigen und über eine mögliche Strafe entscheiden.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre es bereits der zweite Rassismus-Vorfall bei Zenit in der laufenden Saison. Schon im Dezember wurde der russische Verein bestraft, weil Fans auf einem Banner den ehemaligen bosnisch-serbischen General Ratko Mladic verehrt hatten. Mladic wurde im November vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wird für das Massaker an bosnischen Muslimen 1995 in Srebrenica verantwortlich gemacht.

(dpa)