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| 02:56 Uhr

Turnerheimer gewinnen das Altkreis-Derby

Vor den Toren kam es öfter zu gefährlichen Szenen, doch am Ende fiel nur ein Treffer für die Gäste.
Vor den Toren kam es öfter zu gefährlichen Szenen, doch am Ende fiel nur ein Treffer für die Gäste. FOTO: Theresa Loos/tls1
Die erste Nachholbegegnung des VfB Weißwasser beim Tabellenfünften, dem FC Stahl Rietschen, hat einen Dreier gebracht. Gegen diese kampfstarke Mannschaft muss erst einmal gewonnen werden. Birgit Husgen / bls1

Kreisoberliga. Lange war der Ausgang offen. Das lag keineswegs an mangelnden Chancen, eher an deren Verwertung. Mit dem Freistoß des VfB, ausgeführt von Marc Gaumer in der 14. Minute, setzte das Team durch Toni Kubisch per Kopf ein erstes Achtungszeichen. Doch noch bestimmten zu viele Fehlpässe oder Ungenauigkeiten das Spiel. Alexander Ullrich prüfte Steven Knobel in der 16. Minute mit einem halbhohen Schuss. Das ganze Können von Oliver Kraatz war in der 19. Minute gefordert, als er in höchster Not den Ball vor Ondrej Brezar wegspitzelte.

Durch ein Missverständnis zwischen Abwehr und Torwart in der 27. Minute ergab sich für den VfB eine unerwartete Gelegenheit, aber die Platzbesitzer konnten dann noch rechtzeitig eingreifen. Die Hereingabe von Ben Pohling in der 29. Minute flog im Strafraum an Freund und Feind vorbei. Ansonsten endete die Gefahr des VfB spätestens an der Strafraumgrenze, zumeist durch einen Ballverlust jedoch schon eher.

Kurz vor dem Pausenpfiff legte Toni Kubisch den Ball zu weit nach rechts für Robert Balko, der diesen dann auch an der gleichen Seite verzog. So blieb es beim torlosen Remis zur Halbzeitpause. Die leichten Vorteile konnten die Stählernen nicht nutzen.

Zum zweiten Teil wechselte der VfB auf der linken Seite, das sollte sich nach hinten raus noch bezahlt machen. Insgesamt war diese Halbzeit auch druckvoller und von den Spielzügen her besser. Der FC Stahl scheiterte daran, dass nicht rechtzeitig und entschlossen der Abschluss gesucht wurden. In der 50. Minute zögerte beispielsweise Eric Hennig zu lange, weil er noch mal auflegen wollte und damit ein Abwehrbein dazwischen gehen konnte.

Zu viel Platz überließ der VfB Lukasz Klima, der in der gegnerischen Hälfte weiträumig seine Kreise ziehen konnte. Nun wurden auch die Angriffe der Platzbesitzer drängender. Es schien eine Frage der Zeit, bis der Ball im Tor liegt. Mehrere Schüsse in der 57. Minute verpufften ebenso, wie der straffe Knaller von Ondrej Brezar aus dem Zentrum, der in die Arme von Torwart Knobel ging. Johann Fischer steckte in der 65. Minute auf Toni Kubisch durch, der sich allerdings wieder im Abseits befand.

Vom Aufsetzer durch Marc Gaumer in der 83. Minute zeigte sich Matthias Mersowsky wenig beeindruckt. Er war blitzschnell in der linken unteren Ecke. Nun stellten sich die Zuschauer so langsam auf eine torlose Begegnung ein. Auch als Lukasz Klimas Schussversuch durch Steven Knobel mit einer Handparade entschärft wurde. Den Abschlag verlängerte Toni Kubisch über die aufgerückte Rietschener Abwehr auf den wieselflinken Johann Fischer, der das Leder am herauslaufenden Matthias Mersowsky vorbei ins Tor zum 0:1 versenkte. Kurz darauf beendete unter großem Jubel der mitgereisten Fans Schiedsrichter Hagen Gahner die Partie.

Vielleicht ist das Tal der Tränen nun für den VfB durchschritten. Die Euphorie sollte nach Niederoderwitz zur letzten Nachholpartie am Ostermontag mitgenommen werden. Die Gastgeber sind nicht unfehlbar, was auch deren Ausscheiden am Wochenende in der Pokalrunde gegen den VfB Zittau beweist.

Rietschen: Matthias Mersowsky, Daniel Czorny, Nico Kambor, Ondrej Brezar (85. Simon Rose), Ralf Ehrlich, Marco Holz, Alexander Ullrich, Lukasz Szynke, Lukas Klima, Ondrej Divis, Eric Hennig

Weißwasser: Steven Knobel, Oliver Kraatz, Robert Balko, Robert Bens, Christopher Robel, Martin Tzschacksch, Marc Gaumer, Markus Radestock (46. Johann Fischer), Ben Pohling, Anatolij Resch, Toni Kubisch